Trauriger Fund: Kreuzfahrtschiff bringt toten, trächtigen Wal in den Hafen

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Seward (Alaska/USA) - Makabre Entdeckung bei der Ankunft eines Kreuzfahrtschiffes im US-Bundesstaat Alaska: Als die "Ovation of the Seas" der Reederei Royal Caribbean im Hafen von Seward anlegte, bemerkten Behörden einen toten Finnwal am Bug des Schiffes. Besonders tragisch: Das rund 18,5 Meter lange Weibchen war trächtig.

Der rund 18,5 Meter lange Finnwal wurde nach der Bergung an einem Strand bei Seward obduziert. Die Behörden ermitteln zur Ursache des Todes.
Der rund 18,5 Meter lange Finnwal wurde nach der Bergung an einem Strand bei Seward obduziert. Die Behörden ermitteln zur Ursache des Todes.  © Screenshot/Facebook/

Nach Angaben der US-Meeresbehörde NOAA wurde der Kadaver am Freitag entdeckt. Experten gehen davon aus, dass der Wal während der Fahrt von dem Ozeanriesen erfasst wurde und anschließend auf dem Bug des Schiffes hängen blieb.

Der tote Meeressäuger wurde nach der Ankunft an einen nahe gelegenen Strand geschleppt, wo Spezialisten eine Obduktion durchführten.

Die Ermittlungsbehörden untersuchen nun den Vorfall. NOAA rief die Öffentlichkeit dazu auf, den Bereich der Untersuchungen zu meiden und keine Teile des Tieres mitzunehmen. Das Sammeln von Gewebe oder anderen Überresten des Wals ist in den USA gesetzlich verboten.

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Royal Caribbean bestätigte den Vorfall und erklärte, man sei über den Zusammenstoß bestürzt. Die Reederei habe die Behörden unmittelbar informiert und arbeite vollständig mit den Ermittlern zusammen.

"Wir bedauern zutiefst, dass eines unserer Schiffe auf dem Weg nach Seward mit einem Wal kollidiert ist. Jegliche Beeinträchtigung mariner Ökosysteme nehmen wir sehr ernst", hieß es in einer Erklärung gegenüber People.

Die "Ovation of the Seas" zählt zu den größten Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean und bietet Platz für knapp 5000 Passagiere. (Archivfoto)
Die "Ovation of the Seas" zählt zu den größten Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean und bietet Platz für knapp 5000 Passagiere. (Archivfoto)  © ANGELOS TZORTZINIS / AFP

Finnwale werden häufig von großen Schiffen erfasst

Finnwale sind nach den Blauwalen die zweitgrößten Tiere der Erde. Die Art steht unter Schutz und gilt als gefährdet. Experten sehen Schiffskollisionen als eine der größten Bedrohungen für die Bestände. Laut NOAA gehören Finnwale zu den Walarten, die besonders häufig von großen Schiffen erfasst werden.

Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Fall Anfang des Jahres, als ein toter Finnwal am Bug eines Frachtschiffes in New Jersey entdeckt wurde.

Der aktuelle Fund sorgt nun erneut für Diskussionen über die Folgen des zunehmenden Schiffsverkehrs in den Lebensräumen großer Meeressäuger.

Titelfoto: Montage: ANGELOS TZORTZINIS / AFP, Screenshot/Facebook/NOAA Fisheries Alaska

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