Schwerin/Anholt - Diese Erkenntnisse werden mit Spannung erwartet: Am Freitag soll in einer Pressekonferenz detailliert aufgezeigt werden, was mit Buckelwal "Timmy" nach dessen Freilassung am 2. Mai passierte.
Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag mitteilte, liegen die Auswertungen der Ortungsdaten des Satellitensenders, der dem Tier verpasst worden war, der Behörde mittlerweile vor.
Durch die Daten könne erstmals nachvollzogen werden, wie sich der Wal nach den Ereignissen am 2. Mai bewegt habe, ehe er einige Tage später tot vor der dänischen Insel Anholt strandete. Das Ministerium sprach von "wichtigen Erkenntnissen für die Gesamtbewertung des Falls".
Die Ergebnisse der Auswertung will Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) am Freitag um 10 Uhr in einer Pressekonferenz vorstellen.
Im Mittelpunkt stehen dabei demnach die Auswertung der Ortungsdaten, die Bewegungen des Wals nach der Freilassung sowie die Einordnung der vorliegenden Untersuchungsergebnisse.
"Timmy" hatte nach mehreren Strandungen wochenlang vor der Insel Poel gelegen, ehe eine private Rettungsinitiative unter Duldung des Ministeriums einen Transport in die Nordsee umgesetzt hatte. Mit dem Tod des Tieres fand die Geschichte jedoch kein Happy End.