Ukraine-Krieg: Deutsche Botschaft verschärft Reisewarnung für die Ukraine

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Ukraine - Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden.

Auf diesem Foto löschen Feuerwehrleute in der Region Donezk einen Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.
Auf diesem Foto löschen Feuerwehrleute in der Region Donezk einen Brand in einem Wohnhaus, der durch einen russischen Luftangriff ausgelöst wurde.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.

Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.

Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58.000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt. Immer wieder wird Kramatorsk beschossen.

Nach Monaco-Explosion: Verdächtige tot in Ukraine gefunden
Ukraine Nach Monaco-Explosion: Verdächtige tot in Ukraine gefunden

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

14. August, 18.02 Uhr: Deutsche Botschaft warnt Reisende in der Ukraine

Die deutsche Botschaft in Kiew hat die Reisewarnung für Deutsche in der Ukraine verschärft. Im Zusammenhang mit dem Unabhängigkeitstag am 24. August seien verstärkte Angriffe auf die Energieinfrastruktur und Verkehrsknotenpunkte nicht ausgeschlossen, schrieb die Botschaft in einer Mail.

Gewarnt wurde vor allem vor einer Nutzung der Eisenbahn. "Die ukrainische Bahninfrastruktur sowie die Bahnbetriebe selbst sind nach wie vor Ziel russischer Luftangriffe", hieß es.

Russische Truppen haben in den vergangenen Wochen nicht nur Bahnhöfe, sondern auch fahrende Züge aus der Luft angegriffen. Nahe Odessa wurden am Donnerstag der Lokführer und sein Assistent auf einem Passagierzug getötet. Generell gilt wegen des russischen Angriffskrieges für die gesamte Ukraine eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. 

In der Ukraine ist bald Nationalfeiertag. Die deutsche Auslandsvertretung rechnet mit verstärkten russischen Angriffen. Sie warnt vor allem vor einem Verkehrsmittel.
In der Ukraine ist bald Nationalfeiertag. Die deutsche Auslandsvertretung rechnet mit verstärkten russischen Angriffen. Sie warnt vor allem vor einem Verkehrsmittel.  © Andreas Stein/dpa

14. August, 17.59 Uhr: Russland lehnt Waffenruhe für Schwarzes Meer ab

Moskau lehnt den türkischen Vorschlag eines Stopps ukrainischer und russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer ab.

Russland sehe sich immer wieder mit "zügellosen Terrorakten" der Ukraine konfrontiert, die zivile Schiffe der Anrainerstaaten mit Drohnen angreife, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Eine "halbherzige Maßnahme" wie eine begrenzte Waffenruhe verschaffe der Ukraine nur eine Atempause zur Nachrüstung, sagte sie nach Ministeriumsangaben.

In den vergangenen Wochen hat die Ukraine mit ihren Drohnen systematisch Jagd auf russische Öltanker und Getreidefrachter im Asowschen Meer und an der Schwarzmeerküste Russlands gemacht. Auch eine türkische Lastwagenfähre wurde getroffen. Im Gegenzug hat Russland ukrainische Häfen attackiert und die internationale Schifffahrt dorthin zum Erliegen gebracht.

Moskau lehnt den türkischen Vorschlag eines Stopps ukrainischer und russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer ab.
Moskau lehnt den türkischen Vorschlag eines Stopps ukrainischer und russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer ab.  © Michael Shtekel/AP/dpa

14. August, 13.51 Uhr: Mutter und Sohn bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet

Durch russische Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen. 

Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die Großmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien.

In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy fünf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Behörde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte Druck auf Unternehmen. Die Lieferketten für ausländische Bauteile müssten unterbrochen werden. Russland setze gegen Frontgemeinden täglich etwa 220 Gleitbomben ein, die es trotz Sanktionen herstelle und anpasse, schrieb er in sozialen Medien.

14. August, 6.15 Uhr: Luftalarm in Lettland: Kampfjets schießen Drohne ab

Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht auf der Plattform X mit.

Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen.

Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte.

F-16-Kampfjets. (Archivbild)
F-16-Kampfjets. (Archivbild)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

13. August, 19.34 Uhr: Russischer Soldat bei Explosion getötet

Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist in Sewastopol nach russischen Behördenangaben ein Soldat bei einer Explosion getötet worden.

Der Inlandsgeheimdienst FSB habe eine Verdächtige festgenommen, schrieb der von Moskau eingesetzte Statthalter, Michail Raswoschajew, bei Telegram. Er sprach von einem "zynischen Verbrechen gegen einen Offizier". Die tatverdächtige Frau soll demnach im Auftrag ukrainischer Geheimdienste gehandelt haben.

Bei dem Toten soll es sich nach inoffiziellen Berichten in Russland und der Ukraine um einen früheren ukrainischen Marineoffizier und U-Boot-Kommandanten handeln. Er sei nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau 2014 in die russische Armee übergetreten. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Ein Militärangehöriger stirbt bei einer Explosion auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Eine Verdächtige soll schon gefasst sein. Laut den Behörden ist das nicht der einzige Todesfall.
Ein Militärangehöriger stirbt bei einer Explosion auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Eine Verdächtige soll schon gefasst sein. Laut den Behörden ist das nicht der einzige Todesfall.  © Ulf Mauder/dpa

13. August, 19.30 Uhr: Estland verhängt Einreiseverbote für russische Kriegsteilnehmer

stland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland.

Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb an den Kontrollpunkten Narva, Luhamaa und Koidula in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet bleiben. Dieselben Öffnungszeiten werden auch für die Bahngrenzübergänge gelten.

Die Regierung verlängerte damit eine seit dem Frühjahr geltende Regelung, die zunächst bis Ende August gelten sollte. Die Entscheidung sei "im weiteren Kontext" der Beziehungen zwischen Russland und der EU getroffen worden, deren Ton durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgegeben werde, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums.

13. August, 19.28 Uhr: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in Ukraine seit Jahren

Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat.

Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2.610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. "Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde", teilte die Mission mit.

Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskaliert. Das zeigen auch die neuen Zahlen der Beobachter der Vereinten Nationen, die vom tödlichsten Monat seit Mai 2022 sprechen.
Die Gewalt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eskaliert. Das zeigen auch die neuen Zahlen der Beobachter der Vereinten Nationen, die vom tödlichsten Monat seit Mai 2022 sprechen.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

13. August, 19.25 Uhr: Europa baut Hilfe für die Ukraine aus

Europa hat seine Hilfe für die von Russland angegriffene Ukraine zuletzt ausgebaut.

Im Mai und Juni belief sich die Unterstützung auf rund elf Milliarden Euro, wie der Ukraine-Support-Tracker des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel zeigt. In den Vormonaten März und April beliefen sich die Hilfen insgesamt auf knapp 6,7 Milliarden Euro.

13. August, 19.23 Uhr: Kiew erhält 261 Soldatenleichen zurück - Moskau 24

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut Soldatenleichen von Russland erhalten.

Die sterblichen Überreste von 261 Gefallenen, bei denen es sich laut der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Russland erhielt nach Angaben aus Moskau im Gegenzug von der Ukraine 24 Leichen zurück.

Immer wieder tauschen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg die sterblichen Überreste Gefallener aus. Nun bekamen die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen zurück.
Immer wieder tauschen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg die sterblichen Überreste Gefallener aus. Nun bekamen die Ukraine und Russland erneut Soldatenleichen zurück.  © ---/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

13. August, 10.25 Uhr: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug

Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine sind nach offiziellen Angaben der Lokführer und sein Assistent getötet worden.

Die 340 Passagiere würden evakuiert, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt.

Titelfoto: Andreas Stein/dpa

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