Familie stirbt bei Explosion von Wohnhaus: Gasleck als Ursache?

Von David Nau

Albstadt - War es ein Gasleck oder löste etwas anderes die verheerende Explosion in Albstadt aus? Nach dem Einsturz eines Wohnhauses versuchen die Ermittler die Ursache für den Tod einer jungen Familie zu finden.

Das Haus war nach einer Explosion eingestürzt.
Das Haus war nach einer Explosion eingestürzt.  © Jannik Nölke/dpa

Brandermittler und weitere Spezialisten würden deswegen in den nächsten Tagen den Ort des Vorfalls genau untersuchen, sagte eine Polizeisprecherin. "Das wird sich sicher noch über mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen ziehen."

In dem Wohnhaus hatte sich laut Polizei am frühen Donnerstag eine Explosion ereignet. Daraufhin war das Gebäude eingestürzt. Dabei wurden drei Bewohner getötet. Es handelt sich laut Polizei um eine Familie: den 33 Jahre alten Vater, die 30 Jahre alte Mutter und ein sechsjähriges Kind.

Die Ursache für die Explosion im Stadtteil Tailfingen war laut Polizei zunächst völlig unklar. Einen Anschlag könne man nach derzeitigem Stand aber ausschließen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

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Es werde geprüft, ob die Explosion möglicherweise im Zusammenhang mit einem Gasaustritt stehe.

Keine weiteren Explosionen befürchtet

In den Trümmern konnte eine Familie nur noch tot geborgen werden.
In den Trümmern konnte eine Familie nur noch tot geborgen werden.  © Holger Much/dpa

Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer (59, CDU) hatte von einer Gasexplosion gesprochen und betont, es gebe keinen Anlass zur Befürchtung weiterer Explosionen, die Gaszufuhr in der gesamten Straße sei unterbrochen worden.

Bei der Explosion waren auch mehrere Nachbargebäude beschädigt worden. Bei sieben bis neun Gebäuden im direkten Umfeld seien Schäden an Dächern entstanden oder Fenster eingedrückt worden, sagt eine Sprecherin der Stadtverwaltung.

Man habe als Stadt mehrere Handwerksbetriebe damit beauftragt, die Gebäude schnellstmöglich wieder bewohnbar zu machen, so die Sprecherin. Zwischenzeitlich seien in einer Notunterkunft zwischen 20 und 30 Anwohner betreut worden.

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Am Donnerstagabend konnten nach Angaben der Sprecherin nahezu alle Anwohner zurück in ihre Häuser kehren. Die Bewohner eines Hauses seien in einem Hotel untergebracht worden.

Titelfoto: Holger Much/dpa

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