Aurora (Colorado/USA) - Es waren Sekunden, die zwischen Leben und Tod entschieden: Der Polizist Jerry Padilla stand gerade an einer Ampel, als eine panische Mutter hektisch auf ihn zugerannt kam. Der Grund: Ihr Baby atmete nicht mehr. Schnell schritt der Mann ein und führte fast fünf Minuten Wiederbelebungsmaßnahmen durch.
Wie das Aurora Police Department auf X mitteilte, war die Frau mit ihrem Kind bereits auf dem Weg ins Krankenhaus, als sie die Beamten zufällig an einer roten Ampel entdeckte. "Die Mutter rannte schnell zu seinem Auto und flehte um Hilfe", schrieb das Team unter dem Beitrag. Eine Body-Cam-Aufnahme des Abends zeigte das Ausmaß ihrer Hilflosigkeit.
Die Frau drückte dem Polizisten ihr erst wenige Wochen alten Säugling in die Hände und wurde immer panischer. "Sie sagte mir, er atme nicht und weinte", berichtete Padilla gegenüber CBS News. Ohne die Situation zu hinterfragen, führte der junge Mann sofort einige Hilfsmaßnahmen durch. "In solchen Momenten kann man nicht klar denken, man handelt einfach", betonte er.
Über fünf Minuten habe der Polizist bei dem Baby eine "Herz-Lungen-Massage" durchgeführt, erklärte das Department. Bereits wenige Augenblicke nach der Reanimation des Säuglings traf die Feuerwehr am Ort des Unglücks ein und nahm das Baby mit ins Krankenhaus.
"Währenddessen blieb er ruhig, kommunizierte mit der Mutter des Kindes sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch und half als Dolmetscher, als die Sanitäter die Versorgung übernahmen", erklärte das Team auf X. Immer wieder habe Padilla zu dem Säugling gesagt: "Atme, Baby, atme".
Bereits vor Ort fing der Säugling an zu schreien - dem Polizisten fiel ein Stein vom Herzen
Bereits vor Ort fing das Baby an zu schreien - eine Erleichterung für den Polizisten, die Mutter und die zahlreichen Einsatzkräfte. "Zu wissen, was in solchen kritischen Momenten zu tun ist, kann den entscheidenden Unterschied ausmachen", betonte das Polizei-Revier aus Aurora.
Nachdem die lebensrettenden Maßnahmen ihre Wirkung gezeigt hatten, habe Padilla der panischen Mutter immer wieder gesagt, dass ihr Baby atmen würde. "Ich glaube, Gott hatte da seine Finger im Spiel", fügte er im Gespräch mit dem Sender hinzu.
Der Grund für die plötzliche Atemnot, so die Polizei auf X, sei höchstwahrscheinlich die Säuglingsnahrung gewesen. Der Retter betonte deutlich, dass Eltern vor solchen Situationen nie geschützt seien. Wichtig in diesen Momenten sei vor allem die "sofortige erste Hilfe".
Nur wenige Tage nach dem besorgniserregenden Vorfall traf Officer Padilla erneut auf das Baby. Die Mutter des Säuglings wollte sich noch einmal herzlich bei dem Lebensretter ihres Sohnes bedanken.
"Ein Moment, der uns genau daran erinnert, warum dieser Beruf so wichtig ist", schrieb das Polizei-Team unter einem weiteren Beitrag auf X.