Flammen-Hölle im Dachgeschoss: Fünf Jugendliche chancenlos

Von Emilio Rappold

Barcelona (Spanien) - Fünf Schüler sind bei einem Wohnhausbrand in Spanien ums Leben gekommen.

Das Dachgeschoss des Wohngebäudes war in der Nacht auf Dienstag in Brand geraten.
Das Dachgeschoss des Wohngebäudes war in der Nacht auf Dienstag in Brand geraten.  © Lorena Sopena/EUROPA PRESS/dpa

Das Unglück ereignete sich in der Nacht auf Dienstag im katalanischen Manlleu rund 80 Kilometer nördlich von Barcelona, wie die Feuerwehr der Region im Nordosten Spaniens mitteilte.

Die Todesopfer seien zwischen 14 und 18 Jahre alt gewesen, berichteten der TV-Sender RTVE und weitere Medien unter Berufung auf Angehörige.

Vier weitere Personen wurden laut Behörden leicht verletzt. Die Ursache des Brandes sei noch unklar.

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Nach Angaben der Einsatzkräfte brach das Feuer am späten Montagabend in einem Abstellraum auf der Dachterrasse eines fünfstöckigen Wohnhauses aus. Der Raum war von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt worden. Die Menschen, die sich dort aufhielten, konnten das Gebäude nicht mehr rechtzeitig verlassen.

Das gesamte Gebäude musste evakuiert werden. Mehrere Familien konnten am Dienstagvormittag in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Mitglieder von drei Familien wurden vorübergehend in einem Hotel untergebracht, wie die katalanische Zeitung "La Vanguardia" unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Ermittlungen zur Ursache wurden aufgenommen.

In der Nachbarschaft sorgte die Tragödie für Bestürzung.
In der Nachbarschaft sorgte die Tragödie für Bestürzung.  © Lorena Sopena/EUROPA PRESS/dpa

Nach Brand in Katalonien: Anwohner unter Schock

Die Brandursache ist noch unklar.
Die Brandursache ist noch unklar.  © Lorena Sopena/EUROPA PRESS/dpa

Das Stadtviertel, in dem sich der Brand ereignete, ist seit Jahrzehnten von einer großen Gemeinde marokkanischer Herkunft geprägt, die der Verlust der fünf Schüler besonders hart getroffen hat, berichtete RTVE.

In den Straßen herrsche noch Stunden nach dem Unglück Fassungslosigkeit, viele Nachbarn stünden unter Schock, so der staatliche Fernsehsender.

Hanna, eine Bewohnerin des Hauses, schilderte im Gespräch mit RTVE die Bestürzung: "Wir kannten sie alle ... es waren noch Minderjährige." Malika, eine Freundin der Mutter eines der Opfer, sagte, die lokale marokkanische Gemeinschaft sei nach der Nachricht am Boden zerstört.

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Die Bestürzung reichte weit über die Stadtgrenzen Manlleus hinaus und war in ganz Spanien, vor allem aber in Katalonien riesig.

Der regionale Regierungschef Salvador Illa erklärte sich auf X "erschüttert über den Tod von fünf jungen Menschen" und bedankte sich bei der Feuerwehr für den schnellen Einsatz.

Titelfoto: Bildmontage: Lorena Sopêna/EUROPA PRESS/dpa

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