Sinaloa (Mexiko) - Fast zwei Wochen nach dem Einsturz eines Goldbergwerks in Mexiko konnte ein Arbeiter lebend gerettet werden. Der 42-Jährige war in rund 300 Metern Tiefe verschüttet worden, stand hüfthoch im Wasser.
Am 25. März kollabierte ein Absetzbecken für Bergbauabfälle, woraufhin Teile der Mine in Sinaloa im Norden des Landes geflutet wurden. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 25 Bergarbeiter im Bergwerk. 21 von ihnen konnten sich selbstständig befreien, der Rest blieb unter Tage eingeschlossen.
Das Rettungsteam konnte einen Minenarbeiter nach fünf Tagen retten, ein anderer starb bei dem Unglück. Vom 42-jährigen Francisco Zapata Nájera fehlte zunächst jede Spur.
Nach über 300 Stunden wurden die Einsatzkräfte laut BBC auf ein blinkendes Licht aufmerksam, das von Franciscos Taschenlampe stammte, die er ein- und ausschaltete.
Als die Taucher endlich zum Bergmann durchdringen konnten, stand dieser hüfthoch in einem der überfluteten Tunnel.
"Das Licht hat uns sehr geholfen. Es hat uns den Weg gewiesen", hört man die Taucher im Video der Rettung sagen. Nach seiner Entdeckung konnte man den 42-Jährigen nicht direkt bergen, da das Wasser noch zu hoch stand.
Nachdem man ihm Trinkwasser, Konserven und Energieriegel dagelassen hatte, musste er noch mehr als 20 Stunden in der Dunkelheit ausharren.
Minenarbeiter in Mexiko nach 13 Tagen gerettet
Pumpen entfernten nach und nach das Wasser aus dem Stollen, woraufhin man Francisco endlich ans Tageslicht befördern konnte. "Ich habe den Glauben nicht verloren", so der Bergarbeiter. Er wurde nach seiner Bergung mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Sein Zustand sei nach 13 Tagen in der überfluteten Unglücksmine überraschend stabil, so die Ärzte.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) lobte den Einsatz der Armee sowie Zapatas Glauben und sein Durchhaltevermögen.
Ob der letzte als vermisst geltende Kumpel ein ähnliches Glück hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Noch immer suchen Rettungsteams nach dem Minenarbeiter.