Höhlendrama in Laos: Sieben Männer sitzen fest - bisher kein Lebenszeichen

Laos - Seit knapp einer Woche sitzen sieben Menschen in einer Höhle im Norden von Laos fest, nachdem sie auf der Suche nach Gold waren. Spezialkräfte versuchen, die Dorfbewohner zu befreien.

Seit Tagen versuchen Retter, die eingeschlossenen Männer aus der Höhle zu befreien.  © Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Wie mehrere Medien wie Laotian Times übereinstimmend berichten, waren zehn Männer im Bezirk Long Cheng (Provinz Xaisomboun) am 20. Mai aufgebrochen, um dort nach Gold zu graben.

In der von schroffen Bergen, steilen Tälern und dichtem Dschungel geprägten Region stieß die Gruppe auf eine Höhle. Heftige Regenfälle fluteten einige Ein- und Ausgänge, woraufhin sieben Menschen eingeschlossen wurden. Drei konnten entkommen und somit Hilfe holen.

Am 23. Mai reiste ein 26-köpfiges thailändisches Rettungsteam zu den Vermissten, um die laotischen Kräfte zu unterstützen.

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Laut dem Bericht soll die Höhle 100 Meter tief sein. Aufgrund der steigenden Wassermassen stellt sich der Einsatz für die Helfer äußerst schwierig dar. Ein Vordringen zum Schacht, in dem sich die eingeschlossenen Männer befinden, war bislang noch nicht möglich.

Unterdessen wächst die Sorge um das Leben der Goldsucher. Spezialisten pumpen seit Tagen Wasser aus der Höhle und beobachten die Wetterlage.

Auch in den nächsten Tagen soll es weiter regnen und gewittern.

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Um in den eigentlichen Schacht zu gelangen, pumpen Spezialkräfte Wasser aus der Höhle.  © Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Rettungsaktion erinnert an Höhlendrama in Thailand von 2018

Auf Tafeln wird in der Tham-Luang-Höhle die aufwendige Rettungsaktion erklärt.  © Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Kontakt zu den sieben Dorfbewohnern bestünde aktuell nicht, heißt es in der Vientiane Times. Fraglich ist zudem, ob diese aufgrund der niedrigen Sauerstoffwerte in der Höhle überhaupt noch leben.

Am Montagabend gegen 20 Uhr (Ortszeit) liefen die Vorbereitungen für einen zweiten Rettungsversuch, heißt es. Ein Ärzteteam, Krankenwagen und Rettungsfahrzeuge stünden rund um die Uhr bereit. Die Angehörigen der Eingeschlossenen sind derzeit in Lagern nahe der Höhle untergebracht. Sie warten derweil auf neue Nachrichten.

Das aktuelle Höhlendrama erinnert an den großen Rettungseinsatz in der Tham-Luang-Höhle in Nordthailand vor acht Jahren. Damals saßen zwölf Jugendliche und ihr Fußballtrainer nach starken Regenfällen mehr als zwei Wochen in der überfluteten Höhle fest.

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Glücklicherweise nahm der Fall von 2018 eine glückliche Wendung: Alle Vermissten konnten gerettet werden.

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