Kinderleiche an Strand von beliebter Urlaubsinsel entdeckt
Von Takis Tsafos
Samos (Griechenland) - An einem Strand der griechischen Touristeninsel Samos ist die Leiche eines siebenjährigen Mädchens entdeckt worden.
Nach Angaben der Küstenwache befand sich der Körper des Kindes in stark verwestem Zustand. Die Mutter identifizierte das Mädchen anhand der Kleidung.
Es handelt sich demnach um eine siebenjährige Staatsangehörige des Sudan. Die Leiche wurde zur Obduktion in ein Krankenhaus gebracht.
Die Mutter des Mädchens hatte am 25. Dezember 2025 der Küstenwache gesagt, ihre Tochter sei während einer Überfahrt mit einem Migrantenboot aus der Türkei in der Nähe der Insel Farmakonisi ins Meer gefallen.
Diese Kleininsel liegt rund 40 Kilometer südlich der Küste von Samos, wo die Leiche des Mädchens entdeckt wurde. Seitdem galt das Kind als vermisst. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an, hieß es.
Migranten sterben auf Flucht
Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) knapp 42.000 Migranten auf dem Seeweg auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis sowie auf Kreta angekommen. Wie viele dabei ums Leben kamen, ist bisher nicht bekannt. 2024 waren im östlichen Mittelmeer 125 Menschen ums Leben gekommen.
Die Dunkelziffer dürfte aber nach Schätzungen von Offizieren der Küstenwache viel größer sein.
Titelfoto: Griechische Küstenwache/dpa
