Lauerte der Tod im Schwimmbecken? Frau (†27) stirbt nach Schwimmunterricht

São Paulo (Brasilien) - Gemeinsam mit ihrem Ehemann Vinícius de Oliveira (31) besuchte die junge Lehrerin Juliana Faustino Bassetto (†27) aus Brasilien seit knapp einem Jahr ein Fitnessstudio in São Paulo. Ihre Lieblingsbeschäftigung war das Schwimmen im Gym-Pool, doch genau dieses bedeutete in der vergangenen Woche ihren Tod.

Juliana Faustino Bassetto (†27) und ihr Ehemann Vinícius de Oliveira (31) besuchten seit knapp einem Jahr den Schwimmkurs in ihrem örtlichen Fitnessstudio. (Symbolbild)
Juliana Faustino Bassetto (†27) und ihr Ehemann Vinícius de Oliveira (31) besuchten seit knapp einem Jahr den Schwimmkurs in ihrem örtlichen Fitnessstudio. (Symbolbild)  © 123RF/ erstudiostok

So berichten mehrere brasilianische Medien, darunter auch der Nachrichtensender "UOL", dass das Ehepaar bereits zu Beginn ihres Schwimmtrainings am vergangenen Samstag einen stechenden Chlorgeruch im Schwimmbad bemerkt hat. Auch der Geschmack des Wassers soll anders gewesen sein als die Male zuvor.

Auf Überwachungskameras ist die schicksalshafte Schwimmstunde zu sehen. Juliana schwamm eben ihre letzte Bahn, als sie am Beckenrand urplötzlich benommen wirkte. Sofort zog Vinícius sie aus dem Wasser und rief den anderen Teilnehmern des Kurses zu, das Becken sofort zu verlassen. Alle Badegäste eilten aus dem Schwimmbad in das Foyer des Fitnessstudios. Eine weitere Aufnahme einer Überwachungskamera zeigte Juliana, wie sie am Empfang zusammensackte.

Vinícius brachte seine Frau sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus. Doch für die Lehrerin kam jede Hilfe zu spät. Im Krankenhaus erlitt sie einen Herzstillstand und starb. Auch Vinícius ging es plötzlich schlechter. Er befindet sich noch immer in einem kritischen Zustand im Krankenhaus.

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Neben dem Ehepaar zeigen auch andere Kursteilnehmer Symptome. So muss ein 14-Jähriger laut einem Bericht von "G1" seit der Schwimmstunde künstlich beatmet werden.

Zwei weitere Kursteilnehmer wurden zwar ins Krankenhaus eingeliefert, konnten aber mittlerweile wieder entlassen werden.

Hat ein Mitarbeiter etwa die Kursteilnehmer vergiftet?

Was hat der Mitarbeiter in dem weißen Eimer zusammengemischt? Hat der Inhalt dieses Eimers vielleicht Juliana getötet? (Symbolbild)
Was hat der Mitarbeiter in dem weißen Eimer zusammengemischt? Hat der Inhalt dieses Eimers vielleicht Juliana getötet? (Symbolbild)  © 123RF/ sirirak

Auf weiteren Aufnahmen von Überwachungskameras ist zu sehen, wie ein Mitarbeiter des Fitnessstudios zunächst verschiedene Putz-Chemikalien miteinander vermischte und den Eimer schließlich neben das Becken stellte.

Derzeit ermittelt die Polizei noch, was genau sich in dem Eimer befunden hat. Klar ist jedoch, der Schwimmbereich war unzureichend durchlüftet, weswegen sich die giftigen Gase ungehindert im Raum ausbreiten konnten. Obendrein soll das Fitnessstudio ohne offizielle Genehmigung eröffnet worden sein.

Nach dem Vorfall wandten sich auch mehrere Mütter an "G1", deren Kinder in der letzten Zeit zum Schwimmunterricht in ebendieses Fitnessstudio gegangen sind. Sie erzählten dem Nachrichtensender, dass ihre Kinder über die Zeit hinweg einen "starken Husten" entwickelt hatten.

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Zudem soll die Badekleidung der Kinder jedes Mal nach dem Schwimmunterricht stark nach Chlor gerochen haben und nach jedem Baden immer mehr ausgeblichen sein.

Titelfoto: Fotomontage: 123RF/ erstudiostok, 123RF/ sirirak

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