Fünfter Toter bei Zugunglück: Vermisster Schüler unter Trümmern entdeckt

Burgrain - Nach dem schweren Zugunglück mit mehreren Toten und Verletzten im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen ist am Samstag laut Polizei eine fünfte Leiche geborgen worden.

Am Samstag wurde nach dem schweren Zugunglück unter den Trümmern ein weiteres Todesopfer entdeckt.
Am Samstag wurde nach dem schweren Zugunglück unter den Trümmern ein weiteres Todesopfer entdeckt.  © vifogra

Zuvor ging man von vier Todesopfern aus, jedoch gelten noch mehrere Personen als vermisst.

Nach Informationen von bild.de sei unter den Trümmern nun ein vermisster Schüler geborgen worden.

Es könnte sich dabei um ein Kind oder einen Jugendlichen zwischen zehn und 15 Jahren handeln, wie es in dem Bericht heißt.

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Man berufe sich dabei auf Aussagen des Landrats Anton Speer (63) gegenüber der Nachrichtenplattform, der zuvor zur Eile mahnte, weil noch ein Schüler in diesem Altersbereich als vermisst gelte.

Wie die Polizei zuvor bekannt gab, werde noch eine einstellige Zahl von Menschen offiziell vermisst.

Sowohl Behörden als auch Politik können nach bisherigen Einschätzungen nicht ausschließen, dass sich unter den Trümmern noch weitere Menschen befinden können.

Söder besonders betroffen vom Schicksal der Schüler

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55) zeigte sich wenige Stunden vor dem Auffinden des fünften Todesopfers besonders betroffen vom Schicksal der mitgereisten Schüler.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55) zeigte sich wenige Stunden vor dem Auffinden des fünften Todesopfers besonders betroffen vom Schicksal der mitgereisten Schüler.  © vifogra

Am Samstag war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) persönlich vor Ort und sprach angesichts der Vorfälle von einem "Stich ins Herz".

Auch in Bezug auf die mitgereisten Schüler zeigte sich der Politiker betroffen: "Man muss sich das jetzt so vorstellen: Es ist kurz vor den Ferien, im Zug ausgelassene Stimmung, in einer der schönsten Regionen, die Bayern ja hat - und dann passiert sowas und verändert möglicherweise ein Leben komplett."

Einige Stunden, nachdem der CSU-Chef diese Aussage gegenüber den anwesenden Reportern tätigte, wurde nun offenbar einer dieser Schüler tot geborgen.

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Bei den anderen vier Todesopfern soll es sich laut Polizeiinformationen um vier Frauen handeln: "Zu den Identitäten gibt es bislang noch keine Erkenntnisse, die kriminalpolizeilichen Untersuchungen hierzu gestalten sich nach wie vor schwierig."

Zu den Hintergründen, die zu dem schweren Unfall - ausgerechnet am 24. Jahrestags des schweren Zug-Unglücks in Eschede - führten, gibt es noch keine Erkenntnisse.

Titelfoto: vifogra

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