Cambridgeshire (England) - Schockierende Szenen: Ein dreijähriger Junge wurde am Donnerstag von einem Fremden gepackt und in ein Krokodilgehege geworfen. Die Polizei nahm den Verdächtigen direkt fest. Doch da der Angreifer laut der britischen Zeitung "The Sun" geistig beeinträchtigt und nicht vernehmungsfähig war, ist er wieder auf freiem Fuß.
Die Abteilung für Schwerverbrechen der Polizei hatte die Ermittlungen umgehend wegen versuchten Mordes aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kannten sich der Täter und das Opfer nicht.
Inzwischen sickern immer mehr Details zu den Hintergründen durch: Der 30-jährige Angreifer aus der Grafschaft Norfolk war im Rahmen eines betreuten Gruppenausflugs im Zoo.
Obwohl er unter ständiger Aufsicht stehen sollte, verlor sein Betreuer ihn im entscheidenden Moment offenbar völlig aus den Augen.
Weil die Ermittler den Mann aufgrund seiner schweren geistigen Behinderung aktuell nicht verhören können, wurde er vorerst bis zum 18. September auf Kaution entlassen.
Doch was war eigentlich genau passiert?
Ein unbeschwerter Ausflug in den beliebten Tierpark "Johnsons of Old Hurst" in der englischen Grafschaft Cambridgeshire verwandelte sich schlagartig in den Schauplatz eines unbegreiflichen Verbrechens.
Wie "BBC" berichtet packte ein Mann gegen 13.30 Uhr aus dem Nichts einen kleinen Jungen. Er schleuderte das wehrlose Kind über die Sicherheitsabsperrung direkt in das Gehege der riesigen Krokodile.
Nach einem brutalen Sturz aus gut sechs Metern Höhe schlug das Kleinkind im tiefen Wasser auf. Doch noch bevor die Bestien reagieren konnten, handelte Tracey Johnson, die Ehefrau des Zoobesitzers. Sie sprang selbst in die Tiefe des Krokodilbeckens und riss den Jungen an sich, um ihn in Sicherheit zu bringen.
Rettungskräfte eilten sofort heran
Ein Augenzeuge berichtet fassungslos gegenüber "The Sun": "Es hätte so viel schlimmer kommen können. Gott sei Dank hat das Krokodil ihn nicht erwischt."
Für das Kind ging das Drama dennoch schmerzhaft aus. Durch den tiefen Sturz erlitt der Dreijährige einen Beckenbruch sowie einen gebrochenen Arm. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und der alarmierte Notarzthubschrauber eilten zum Zoo.
Das schwer verletzte Kind wurde direkt in eine Spezialklinik nach Cambridge transportiert und liegt dort in kritischem, aber stabilem Zustand.
Das Tropenhaus des Zoos wurde nach der Tat sofort geschlossen.
Erstmeldung vom 19. Juni, 10.45 Uhr. Letzte Aktualisierung am 19. Juni, 12:57 Uhr.