Züge krachen mit hoher Geschwindigkeit zusammen: 17 Verletzte, fünf davon schwer

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Von Julia Wäschenbach

Kagerup - Bei einem Zugunglück in Dänemark sind nach Angaben eines Sprechers der Region 17 Menschen verletzt worden. Fünf Menschen befinden sich laut der Nachrichtenagentur Ritzau in kritischem Zustand.

In Dänemark sind zwei Züge zusammengestoßen.
In Dänemark sind zwei Züge zusammengestoßen.  © Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Die Zahlen könnten sich aber noch ändern, sagte Chefarzt Anders Damm-Hejmdal bei einer Pressekonferenz: "Wir haben noch keinen genauen Überblick darüber. Bei so einem Unglück werden Menschen herumgeschleudert und können sich auf viele unterschiedliche Weisen verletzen."

Zwei Lokalbahnen waren am Morgen auf der Bahnstrecke zwischen den Orten Hillerød und Kagerup in Nordseeland zusammengestoßen, hieß es in einer Polizeimitteilung. "Wir können noch nichts zum Hintergrund des Unglücks sagen", sagte Polizeikommissar Morten Pedersen. "Wir holen jetzt alle möglichen Informationen zum Unfallhergang ein, es wird jede Menge Ermittlungen geben."

Nach Angaben der Rettungskräfte ging der Notruf um 06.30 Uhr ein.

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Die für die medizinische Versorgung zuständige Region war mit sieben Rettungswagen, drei Krankentransportern und mehreren Notarztwagen vor Ort. Auch ein Militärhubschrauber sei zum Einsatz gekommen, um Patienten ins Krankenhaus zu bringen, so der Sprecher. Ein großes Polizeiaufgebot war ebenfalls vor Ort.  

In dem Ort Hillerød wurde ein Krisenzentrum für die Fahrgäste und ihre Angehörigen eingerichtet. Die angrenzende Straße werde für längere Zeit gesperrt sein.

Der Einsatzleiter der Rettungsdienste sagte dem Fernsehsender TV2, die Züge seien rund 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kopenhagen offenkundig mit relativ hoher Geschwindigkeit kollidiert.

Züge prallten mit hoher Geschwindigkeit zusammen

17 Menschen sind nach ersten Angaben verletzt, vier Patienten in kritischem Zustand.
17 Menschen sind nach ersten Angaben verletzt, vier Patienten in kritischem Zustand.  © Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Alle Fahrgäste hätten die Züge verlassen oder seien daraus befreit worden: "Niemand ist eingeklemmt."

Bei dem Zusammenstoß wurden beide Züge schwer beschädigt. Die Führerhäuser der beiden Loks wurden durch den Aufprall verformt, die Fenster der vorderen Zugteile zerbrachen.

"Ich bin zutiefst erschüttert und schockiert, meine Gedanken sind bei allen Betroffenen", erklärte die Bürgermeisterin der nahe dem Unglücksort gelegenen Gemeinde Gribskov, Trine Egetved.

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Polizei und Rettungskräfte seien in großer Zahl vor Ort. Nun werde ermittelt, "was genau passiert ist, und sichergestellt, dass jeder die Hilfe erhält, die er benötigt".

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bot dem Nachbarland Unterstützung an. "Ich habe mich heute Morgen bei Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen gemeldet und schwedische Hilfe im Umgang mit dem tragischen Zugunglück angeboten", sagte Kristersson der schwedischen Nachrichtenagentur TT.

Bahnunglücke kommen in Dänemark relativ selten vor. 2019 waren jedoch bei einem Unfall mit einem Passagierzug acht Menschen ums Leben gekommen.

Originalartikel von 8.33 Uhr, zuletzt aktualisiert um 12.38 Uhr.

Titelfoto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

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