Zyklon stürzt ganzes Land ins Chaos: Mehr als 120 Tote und 130 Vermisste
Colombo (Sri Lanka) - Extremwetter sorgt für gnadenlose Zerstörung und menschliche Opfer auf den Inselstaaten im Süden Asiens! Besonders heftig erwischte es unter anderem Sri Lanka: Nach einem Zyklon vermeldet das Land mindestens 123 Tote, wobei noch 130 Menschen vermisst werden.
Zyklon "Ditwah" brachte seit Mittwoch Regenstürze, Überschwemmungen und Erdrutsche über den Inselstaat im Indischen Ozean. Der Leiter des srilankischen Katastrophenschutzzentrums, Sampath Kotuwegoda, bestätigte am Samstag die hohen Toten- und Vermisstenzahlen.
Demnach verloren rund 44.000 Menschen ihre Häuser durch die Folgen von "Ditwah", müssen nun in staatlichen Notunterkünften Obdach finden.
Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung. Unzählige Straßen sind nicht mehr befahrbar, abertausende Häuser wurden überflutet oder von Erdrutschen zunichtegemacht.
Kotuwegoda erklärte vor der Presse in der srilankischen Hauptstadt Colombo, dass das Militär derzeit viel Hilfe leiste, so werden unter anderem Boote und Hubschrauber der Armee für Rettungsaktionen eingesetzt.
Indien unterstützt Sri Lanka - auch Indonesien heftig getroffen
Schon seit Montag war das Extremwetter in Sri Lanka zu spüren, am Mittwoch erreichte der Zyklon dann das Festland. Überstanden ist die Lage indes immer noch nicht: Am Samstag nahmen die Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten sogar noch zu.
Während "Ditwah" derzeit weiter Richtung Indien zieht, sprach der Regierungschef des großen Nachbarlandes, Narendra Modi (75), sein Mitgefühl aus und versprach laut der Nachrichtenagentur AFP weitere Hilfslieferungen. Bereits am Samstag schickte Indien eine Flugzeugladung mit Hilfsgütern nach Sri Lanka.
In Südostasien sorgen Erdrutsche und Überflutungen derzeit ebenfalls für eine Katastrophe. Indonesien hatte am Samstag schon mehr als 200 Todesopfer zu beklagen.
In Thailand starben mindestens 85 Menschen - 3,5 Millionen Einwohner seien laut der Regierung von dem Extremwetter betroffen. Auch Malaysia vermeldete zwei Todesopfer.
Titelfoto: Montage: IMAGO / Xinhua, ISHARA S. KODIKARA / AFP

