"Frechheit vom ZDF!" Lutz van der Horst will Kaulitz-Zwillingen die Show stehlen

Hamburg/Leipzig - Lutz van der Horst (50, "heute-show") war am Sonntag eigentlich auf der Leipziger Buchmesse 2026 zu Gast, um seinen ersten Roman "Konfetti‑Blues" vorzustellen, doch im Gespräch mit Moderation Ariane Binder (52) auf der 3sat-Literaturbühne ging es auf einmal um "Wetten, dass..?".

Lutz van der Horst (50) stellte auf der Leipziger Buchmesse im Gespräch mit Moderation Ariane Binder (52) sein Debüt-Roman "Konfetti‑Blues" vor.  © IMAGO / EHL Media

Im Gespräch am Sonntag erzählte er, dass 2025 und 2026 für ihn Jahre gewesen seien, in denen er sich gleich mehrere Jugendträume erfüllt habe - etwa mit seinem Gastauftritt im ZDF-"Traumschiff" oder der Teilnahme bei "Schlag den Star".

Auf die Frage von Ariane Binder, ob noch etwas auf seiner Wunschliste stehe, antwortete er: "Ja, eigentlich 'Wetten, dass..?'". Binder entgegnete: "Aber das machen ja jetzt die Kaulitz-Jungs."

Darauf scherzte van der Horst: "Es ist eine Frechheit vom ZDF, dass sie mich übergangen haben, obwohl ich das seit Jahren machen will. Ich warte einfach, bis die Kaulitz-Zwillinge es versemmeln, dann moderiere ich ab Folge zwei."

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Auch die Nachfrage, ob es kein Casting gegeben habe, konterte er trocken: "Nein, das hätte ich ja gewonnen."

Als kleine Wiedergutmachung könne das ZDF immerhin seinen Roman verfilmen, so van der Horst. In dem autofiktionalen Werk verarbeitet der Comedian sein Leben als queerer Mann und Künstler in den frühen 2000er-Jahren.

Auf die Frage, wer ihn in einer jüngeren Version spielen könnte, reagierte er erneut mit seinem typisch trockenen Humor: "Also, er müsste ja 20 Jahre jünger sein als ich. Nein, nicht Fabian Köster [auch bei der 'heute-show'] - der hat mir schon mal fast den Job weggenommen. Der kriegt den Job nicht."

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Tom und Bill Kaulitz (beide 36) moderieren im Winter 2026 "Wetten, dass..?".  © ZDF/Rankin/Serviceplan München

Lutz van der Horst: Management wollte seine Buchveröffentlichung verhindern

Lutz van der Horst mit seinem "heute-show"-Kollegen Fabian Köster (30, l.) 2025 bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Sein Management habe ihm lange von der Veröffentlichung des Buches abgeraten, so der frischgebackene Autor, der das Buch tatsächlich bereits in den Nullerjahren geschrieben habe.

Es gehe darin nicht nur um queere Themen, sondern auch um Alkoholmissbrauch und Partydrogen - "es geht schon zur Sache in dem Buch", so der heute 50-Jährige.

Für ihn entstehe gute Comedy oft aus Schmerz, viele Kolleginnen und Kollegen in der Branche seien wie er selbst ohnehin "mindestens melancholisch".

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Humor sei dabei - sowohl für ihn als auch für seine Romanfigur Max - ein zentrales Mittel, um schwierige Lebensphasen zu verarbeiten.

Nicht nur auf der Bühne, sondern jetzt eben auch in Buchform: "Ich musste das Buch damals einfach schreiben!" Am Ende, so der Comedian, sei "Konfetti‑Blues" zwar ein Liebesroman, der im Kern aber vor allem von Selbstliebe handele.

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