Action-Ikonen, Politiker - und die FDP: So trauert das Netz um Chuck Norris (†86)
Hawaii (USA) - Der Tod von Action-Legende Chuck Norris im Alter von 86 Jahren hat am Freitag viele Menschen bewegt. Vor allem die witzgewordenen "Fakten" über seine Person machten ihn aber schon davor längst unsterblich. Die sozialen Netzwerke ließen ihn mit diesen noch einmal hochleben, während alte Weggefährten trauerten.
"Chuck Norris stirbt nicht. Die Wiederauferstehung will nur gründlich sein. Wir wissen, wovon wir reden", schrieb etwa der offizielle X-Account der FDP in Anspielung auf die weltbekannten Scherze über den "Walker, Texas Ranger"-Star.
Der deutsche Fußballverein Bayer Leverkusen machte den US-Amerikaner sogar noch schnell für die Meisterschaft vor zwei Jahren verantwortlich: "Wenn Chuck Norris eine 'Vizekusen'-Tasse hält, wird daraus eine 'Meister'-Tasse", stand auf einer vom Klub geteilten Fotomontage.
Bestseller-Autor Stephen King (78) ehrte den Verstorbenen mit seinen Chuck-Norris-Lieblingswitzen, darunter: "Als Chuck Norris geboren wurde, hat er seine Mutter aus dem Krankenhaus heimgefahren." Später stellte der Horror-König aber auch noch klar: "Im Ernst, ich fand ihn großartig."
Frühere Kollegen ließen die Kalauer hingegen in der Schublade und gedachten dem langjährigen Schauspieler lieber mit würdigenden Worten. So auch Sylvester Stallone (79), der mit Norris für "The Expendables 2" vor der Kamera stand.
Action-Kollegen verabschieden sich von Chuck Norris
"Ich hatte eine tolle Zeit mit Chuck. Er war in jeder Hinsicht ein echter Amerikaner", schrieb der "Rocky"-Darsteller zu einem Schnappschuss der beiden auf Instagram.
Andere Action-Legenden schlossen sich schnell an. "Wir kannten uns schon seit meinen Anfängen, und ich habe ihn als Menschen immer respektiert", schrieb Jean-Claude Van Damme (65), der dem Kampfkunst-Kollegen sogar zum Teil seine Filmkarriere zu verdanken hat.
Der belgische "Bloodsport"-Star wurde dank Norris 1984 als Stuntman für den Film "Missing in Action" engagiert, nachdem er zuvor noch als Türsteher im Club von dessen Frau gearbeitet hatte.
Dolph Lundgren (68) bezeichnete Norris in einem Insta-Post gar als sein Vorbild: "Er war jemand, der den Respekt, die Demut und die Stärke hatte, die man als Mann braucht", so der "He-Man"-Schauspieler.
Auch mehrere Politiker bekunden ihr Beileid
Mit seinen politischen Meinungen eckte Norris derweil mitunter an. Der überzeugte Republikaner war Kreationist, der die Evolutionstheorie ablehnte, und sich 2012 aktiv gegen eine Wiederwahl von Barack Obama (64) einsetzte. Viele konservative Mitstreiter schätzten ihn hingegen für seine Haltung - und verabschiedeten sich jetzt von ihm.
"Er begeisterte Generationen von Konservativen. Er gab ihnen die Leidenschaft und die Stimme, für die Prinzipien zu kämpfen, die Amerika zur großartigsten Nation der Welt machen", erklärte Texas-Gouverneur Greg Abbott (68) auf X.
US-Senator Ted Cruz (55) schlug in eine ähnliche Kerbe und feierte den "Patrioten" und "Mann tiefen Glaubens" in einer Beileidsbekundung im Netz. Auch Botschafter und Ex-Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee (70) erinnerte an den Schauspieler, der ihn einst im Wahlkampf unterstützte.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (76) betrauerte den Verlust eines "engen persönlichen Freundes": "Chuck hat Martial Arts und die Wärme seines Charakters zu Millionen Menschen auf der ganzen Welt gebracht", so der 76-Jährige.
Titelfoto: Bildmontage:Larry Papke/AP/dpa, Screenshot/X/FDP, Screenshot/Instagram/jcvd, Screenshot/Instagram/dolphlundgren

