Doku über Missbrauch von Verleumdungsklagen: Das sagt Amber Heard über Johnny Depp

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Sundance (USA) - Mehrere Jahre lang stritten Amber Heard (39) und ihr Ex-Mann Johnny Depp (62) vor Gericht - und die Weltöffentlichkeit sah zu. Zuletzt war es ruhig um die Schauspielerin geworden, doch in einer neuen Dokumentation äußert sie sich mit Abstand erneut zu den aufwühlenden Prozessen.

Amber Heard (39) bei einer Anhörung im Verleumdungsprozess ihres Ex-Ehemannes Johnny Depp. (Archivbild)
Amber Heard (39) bei einer Anhörung im Verleumdungsprozess ihres Ex-Ehemannes Johnny Depp. (Archivbild)  © dpa/PA Wire | Victoria Jones

"Silenced" feierte am vergangenen Wochenende beim Sundance Film Festival Premiere. In der Doku wird sich mit der Ausnutzung von Verleumdungsklagen gegen Opfer von Missbrauch auseinandergesetzt. Auch der Fall von Depp und Heard wird dabei am Rande beleuchtet.

Im Gespräch mit Filmemacherin Selina Miles wird Heard deutlich: "Es geht hier nicht um mich. Ich habe meine Fähigkeit zu sprechen verloren", sagt sie laut dem Branchenportal Variety in dem Film.

Die 39-Jährige zeigt, was der Prozess und der öffentliche Umgang mit ihr gemacht haben: "Ich bin nicht hier, um meine Geschichte zu erzählen. Ich will meine Geschichte nicht erzählen. Ich will meine Stimme gar nicht mehr benutzen. Das ist das Problem."

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    2018 hatte Heard sich öffentlich als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnet, ohne allerdings Depps Namen zu nennen. Die britische Sun tat dies aber schon, nannte ihn "Ehefrauenschläger" - woraufhin der Hollywood-Star die Zeitung wegen Diffamierung anklagte.

    Johnny Depp und Amber Heard einigen sich auf Vergleich

    Laut Gericht wurde Johnny Depp (62) Opfer von Verleumdung.
    Laut Gericht wurde Johnny Depp (62) Opfer von Verleumdung.  © dpa/EUROPA PRESS | Francisco J. Olmo

    Den Prozess gegen das Boulevardblatt kommentiert Heard in "Silenced" wie folgt: "Ich erinnere mich, dass gegen Ende [...] die Idee aufkam, dass ich mich an die Presse wenden könnte."

    Menschenrechtsanwältin Jennifer Robinson, die auch an dem Film mitarbeitete, habe Heard damals gefragt, ob sie das wirklich tun wolle. "Mir war nicht klar, dass es für mich als Frau noch viel schlimmer kommen könnte, wenn ich meine Stimme erhebe", so Heard.

    In der Folge klagte Depp auch seine Ex-Frau an. Am Ende einigten sich die beiden im Dezember 2022 auf einen Vergleich, der unter anderem vorsah, dass Heard ihrem Ex eine Million US-Dollar zahlen musste.

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    Jahre später ist die 39-Jährige froh, dieses schwierige Kapitel hinter sich gelassen zu haben: "Es gibt mir Kraft zu sehen, wie andere Menschen diesen Kampf aufnehmen. Frauen, die mutig genug sind, das Machtungleichgewicht anzusprechen."

    Wann und auf welcher Plattform "Silenced" in Deutschland erscheinen wird, ist indes bislang noch nicht bekannt.

    Titelfoto: Montage: dpa/PA Wire | Victoria Jones, dpa/EUROPA PRESS | Francisco J. Olmo

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