Atze Schröder verteilt Seitenhieb gegen Thomas Gottschalk: "Liegt daran, was du denkst"

Hamburg - Seit rund 30 Jahren ist Atze Schröder (60) im Geschäft. Mittlerweile ist er 60. Trotz Veränderung im Zeitgeist plädiert er für eine moderne Comedy und unterscheidet sich damit von manch anderen Kollegen.

Atze Schröder (60) plädiert für eine moderne Comedy. (Archivfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Im Podcast "Zwischen den Zeilen" spricht Moderatorin Bettina Böttinger (69) mit Schröder unter anderem über Männer aus der Comedy-Szene in seinem Alter. Wie es ihm gelungen sei, "nicht zu der Generation alte weiße Männer" zu gehören, möchte die 69-Jährige von ihm wissen.

"Klar sagen einige, man dürfe nicht mehr sagen, was man denkt. Unter anderem Thomas Gottschalk – wo man dann selbst für sich denkt: Vielleicht liegt es daran, was du so denkst", stichelt Schröder gegen den Entertainer.

Und dieser Kommentar kommt nicht von irgendwoher. Immer wieder sorgte Thomas Gottschalk (75) in den letzten Jahren mit fragwürdigen Äußerungen für Aufsehen. Nach seinem Bambi-Auftritt machte der 75-Jährige im Dezember 2025 seine Krebserkrankung öffentlich und zog sich erst einmal aus der Öffentlichkeit zurück.

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Im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen versuche Schröder, mit der Zeit zu gehen und auch seine Witze dem Zeitgeist anzupassen. Seine Gags von früher erzähle er heutzutage auf der Bühne schon lange nicht mehr.

"Wenn ich jetzt die ganzen Sprüche von früher noch kloppen würde wie vor 25, 30 Jahren, dann wäre ich der älteste weiße Komiker, den es überhaupt nur gibt", gesteht er im Podcast weiter.

"Und wie uninteressant wäre mein Job, wenn ich immer die alten Kamellen weitermachen würde."

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Atze Schröder: "Alles Atze" würde heutzutage nicht mehr funktionieren

Thomas Gottschalk (75) hat sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der heute 60-Jährige erlangte nicht nur Berühmtheit mit seiner Figur als kultiger Ruhrpott-Proll, die er mit seiner Locken-Perücke und Pilotenbrille unterstreicht. Vor allem mit der RTL-Serie "Alles Atze" feierte er große Erfolge.

Im Juni 2007 lief die letzte Folge der Sendung. Heutzutage würde die Show so nicht mehr funktionierten, gesteht Schröder. "Es gibt Szenen, da würde ich heute – auch wenn es im Drehbuch stände – sagen: Würde ich nicht machen." So spielte die Serie unter anderem mit vielen Geschlechterklischees oder Stereotypisierungen, die heute kritisch zu betrachten sind.

Dennoch habe er nach eigenen Angaben schon damals bewusst mit Klischees gespielt. "Darum ging es ja immer in meiner öffentlichen Figur, dass ich das aufs Korn nehmen wollte", erklärt der Comedian abschließend.

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