Blinder Fan rührt Chris Tall zu Tränen: "Vor fünf Jahren wollte ich mein Leben auslöschen"

Hamburg - Damit hat er sicherlich nicht gerechnet: Comedian Chris Tall (35) ist bei einem seiner Auftritte von einem blinden Fan zu Tränen gerührt worden. Ein Video des besonderen Aufeinandertreffens postete der Hamburger auf Instagram.

Comedian Chris Tall (35) ist bei einem seiner Auftritte von einem blinden Fan zu Tränen gerührt worden. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

In dem Clip ist zu sehen, wie der Rollstuhlfahrer den 35-Jährigen während der laufenden Show zu sich bittet, um ihm "vor allen Leuten" einen Preis zu überreichen - eine kleine Trophäe im Stile des berühmten "Oscar", mit dem Namen des Comedians drauf.

Den Grund dafür liefert Fan Daniel gleich hinterher: "Ich bin seit fünf Jahren blind. Und vor fünf Jahren wollte ich mein Leben auslöschen. Durch einen Kumpel habe ich dich im Fernsehen kennengelernt. Und ich danke dir heute dafür", verdeutlicht er.

Ein Geständnis, das natürlich nicht spurlos an Chris vorbeigeht. "Wenn du mir jetzt sagst, dass du dir fast das Leben genommen hättest und durch mich noch am Leben bist, ist das für mich als privater Mensch eigentlich so, dass ich heulen müsste. Und im Auto nachher wird's mich erwischen, das weiß ich jetzt schon", offenbart der Komiker.

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Für die Show müsse er jetzt aber professionell bleiben, erklärt der Hamburger. "Aber ich spreche jetzt mal im Namen von allen hier: Ich habe leider keinen Pokal für dich, aber wir sind sehr, sehr froh, dass du heute hier bist und dass du weitermachst", unterstreicht Chris.

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Chris Tall spricht über dunkle Zeit in seinem Leben: "Hätte fast aufgehört"

Rollstuhlfahrer Daniel erzählte dem Hamburger, dass er sich vor Jahren das Leben nehmen wollte und es dank des Komikers nicht getan hat.  © Instagram/christall_official

So richtig will das mit der Professionalität anschließend aber nicht klappen, dem Comedian kommen doch die Tränen. "Ich heul wegen dir, du Arsch", witzelt der 35-Jährige, ehe er seinerseits einen tiefen Einblick in sein Seelenleben und eine dunkle Zeit in seinem Leben gibt.

"Ich hätte fast mit Comedy aufgehört. Ich hatte so Schiss, hatte so eine eklige Zeit. Was du empfunden hast für dein Leben, habe ich für meine Karriere empfunden. Sie war für mich weg", gesteht der Hamburger. Nur mit professioneller Hilfe und viel Offenheit habe er dieses Kapitel hinter sich gelassen.

Ihm sei bewusst, dass die Menschen zu seinen Shows kämen, um in erster Linie unterhalten zu werden. Aber genau solche Momente seien es, die ihm wichtiger seien als alles andere. "Der größte Preis meiner gesamten Karriere", urteilt Chris abschließend.

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