Hamburg - Eigentlich geht Charlotte Weise in ihrem Beruf als Influencerin auf, zeigt sich immer offen und ehrlich und spricht auch gerne mal über kontroverse Themen. Besonders im Hinblick auf das Leben als Mutter. Doch nun steckt die 33-Jährige in einer Identitätskrise. Auf Instagram sprach sie über ihr Problem.
Die große Frage, die dabei auf Meta-Ebene über allem zu stehen scheint: "Will ich noch Influencerin sein?"
Seit die Familie aus Spanien zurück nach Deutschland gezogen ist, fühle sich dieser Job nicht mehr so richtig an, teilte Weise ihre Gedanken am Mittwoch in ihrer Story.
"Ich schäme mich ständig, diesen Beruf zu machen, wenn mich jemand im echten Leben danach fragt", sagte sie.
Sie sei in ihrer neuen Umgebung auch einer Öko-Szene unterwegs, in der häufig sehr wenig von ihrem Beruf gehalten werde, so die Influencerin weiter.
In Spanien sei das anders gewesen, da habe sie keiner gekannt und alle, denen sie gezeigt habe, was sie macht, hätten sich mit ihr gefreut und ihre Arbeit als "cool" empfunden.
In Deutschland habe sie beim Ausfüllen der Papiere zur Kita-Anmeldung von Sohn Mads nicht einmal den Begriff "Influencerin" verwenden dürfen.
Charlotte Weise will selbstbewusster werden
Etwas, das Weise aktuell extrem belaste, wie sie zugab. Schließlich wolle sie stolz auf das sein, was sie sich in über zehn Jahren als Content-Creatorin aufgebaut habe.
"Man kann super davon leben, es macht Spaß, sein Leben zu zeigen und die Dinge, hinter denen man steht. Man hat tolle Kunden [...] und trotzdem macht man sich selbst so klein", beschrieb sie ihre persönliche Krise weiter.
"Das nervt mich voll. Ich will eigentlich ganz selbstbewusst damit umgehen und sagen: Ich bin Influencerin!"
Diesen Weg wolle sie nun gehen – auch gemeinsam mit ihrem Coach. Sie wolle in Zukunft zu Nachbarn oder neuen Bekanntschaften stolz sagen können, dass sie als Influencerin tätig sei.