Nach Anzeige von Collien Fernandes: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Christian Ulmen
Potsdam - Das juristische Gezerre in der Causa Christian Ulmen (50) gegen Collien Fernandes (44) geht in die nächste Runde. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen den Schauspieler. Der Vorwurf: Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt.
Im Zentrum der Ermittlungen stehen mehrere mutmaßliche Vorfälle, die sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag in den Jahren 2022 und 2023 in Spanien ereignet haben sollen.
Zusätzlich prüft die Behörde weiterhin Vorwürfe im Zusammenhang mit sogenannter "digitaler Gewalt", also möglichen Formen von Übergriffen im digitalen Raum, etwa über Kommunikationskanäle oder soziale Netzwerke.
Die Ermittlungen waren zuvor bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe geführt worden und wurden nun nach Potsdam abgegeben, die zunächst einen Anfangsverdacht prüfte.
Als Grund nannte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow bereits im April, dass sich durch die Prüfung der vorgeworfenen Handlungen "Hinweise auf mögliche Tatorte im dortigen Bezirk ergeben" hätten. Ins Detail ging er nicht. Der Vorgang bedeute nicht, dass das Verfahren eingestellt sei.
Der Fall erhält besondere öffentliche Aufmerksamkeit, da beide Beteiligten seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Medienlandschaft zählen.
Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen
Christian Ulmen und Collien Fernandes waren seit 2011 ein Paar, im vergangenen Jahr gaben sie ihre Trennung bekannt. Im Februar 2026 wurde ihre Ehe in Palma geschieden. Gemeinsam haben sie eine Tochter.
Die Moderatorin, die Ende vergangenen Jahres auf Mallorca Anzeige erstattete, erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, der sie "virtuell vergewaltigt" habe. Ulmen weist diese zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Derzeit handelt es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren, in dem zunächst geprüft wird, ob sich ein hinreichender Tatverdacht erhärten lässt. Eine Anklage wurde bislang nicht erhoben.
Vor gut zweieinhalb Wochen hatte der "Jerks"-Star eine erste juristische Schlappe erlitten.
Die Pressekammer des Landgerichts Hamburg hatte seinen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Berichterstattung im "Spiegel" in vier von fünf Punkten abgewiesen.
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

