Collien Fernandes mit klarer Kritik: "Kein männlicher Politiker, der mich kontaktiert hat"

Berlin - Nach den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) hat sich Collien Fernandes (44) kritisch zu den Reaktionen aus der Politik geäußert.

Collien Fernandes (44) ist unzufrieden mit dem Umgang der Justiz mit digitaler Gewalt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Es gab tatsächlich keinen einzigen männlichen Politiker, der mich kontaktiert hat. Wenn ich jetzt so überlege, wer sich recht schnell gemeldet hat, wer gesagt hat, wir können uns ja einmal austauschen zu dieser Thematik: Das waren tatsächlich ausschließlich Politikerinnen", erklärte Fernandes im "Nachtjournal Spezial" bei RTL.

Für die 44-Jährige ein großes Problem: Emanzipation, so Collien Fernandes, funktioniere nur gemeinsam mit Männern.

Parallel dazu laufen die strafrechtlichen Prüfungen im Fall Ulmen weiter. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen Christian Ulmen wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Eine Sprecherin bestätigte inzwischen, dass sich ein Anfangsverdacht auf häusliche Gewalt erhärtet habe.

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Im Raum stehen Vorfälle aus den Jahren 2022 und 2023 in Spanien. Auch Vorwürfe wegen "digitaler Gewalt" werden demnach noch geprüft.

Fernandes kritisierte in dem Interview zudem Schwierigkeiten in Bezug auf die rechtliche Einordnung ihres Falls. "Man weiß überhaupt nicht, wo man das gesetzlich reinpacken soll", sagte sie. Für "digitale Gewalt" gebe es bislang keinen eigenen Straftatbestand, weshalb aus ihrer Sicht eine Anpassung der Gesetze nötig sei.

Sie verwies dabei auch auf frühere juristische Auseinandersetzungen und darauf, dass die bestehenden Regelungen den aktuellen Formen von Gewalt im Netz nicht ausreichend gerecht würden.

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Collien Fernandes klagt über belastende Zeit

Christian Ulmen (50) hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.  © Soeren Stache/dpa

Die vergangenen Wochen seien für sie stark belastend gewesen. "Der Hass wurde ausgelöst durch die Gegenseite", klagte der "Traumschiff"-Star. Vor ihren öffentlichen Aussagen habe sie vor allem Zuspruch erfahren, danach seien jedoch "falsche Behauptungen gestreut" worden.

Besonders schwierig sei für sie, dass sich bestimmte Erzählungen trotz laufender Ermittlungen hartnäckig hielten. "Diese Täterstrategie, einfach eine Falschmeldung nach der anderen rauszuhauen, funktioniert", erklärte sie. Obwohl die Beweislage aus ihrer Sicht belastbar sei, werde weiterhin behauptet, es gebe "gar keine Beweise".

Trotz der Belastung will Fernandes weiter über das Thema sprechen. "Ich glaube, ich muss meinen Frieden damit finden, dass ich selbst nicht von einer besseren Gesetzeslage profitieren werde", erklärte sie.

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"Man kämpft ja diesen Kampf nicht nur für sich selbst, sondern eben auch für die Töchter und die Töchter von unseren Töchtern."

Christian Ulmen hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

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