Berlin - Christian Ulmen (50) geht in die Offensive! Der Schauspieler und Produzent zieht gegen eine Produktionsfirma vor Gericht.
Hintergrund seien die außerordentlichen Kündigungen von vier Verträgen für die geplante Streamingserie "The Au Pair", berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Mitteilung des Amtsgerichts Berlin.
Demnach soll am 22. Juni ein Güteverhandlungstermin stattfinden, bei dem eine außergerichtliche Einigung ausgelotet werden soll.
Mit der namentlich nicht genannten Produktionsfirma hatte Ulmen den Angaben zufolge "einen Regie-, einen Autoren- und einen Editorenvertrag sowie eine Exklusivvereinbarung abgeschlossen", zitierte die Zeitung weiter.
Mit einem Schreiben vom 15. April habe die Firma diese Verträge fristlos gekündigt. Sie habe diesen Schritt damit begründet, dass "unter anderem auf das Bekanntwerden strafrechtlich relevanter Vorwürfe gegen Herrn Ulmen und auf inhaltliche Parallelen dieser Vorwürfe zu der Handlung der Serie gestützt" worden sei.
Der Schauspieler klage gegen die Beendigung der Vertragsverhältnisse und mache geltend, als Arbeitnehmer beschäftigt worden zu sein.
Produktion mit Christian Ulmen auf Eis gelegt
Bereits im April hatte das "ZEITmagazin" berichtet, dass die Produktion mit dem Arbeitstitel "The Au Pair" ursprünglich für den Streamingdienst Joyn vorgesehen war. Eine Ausstrahlung sei allerdings "bis auf Weiteres nicht geplant".
Die schweren Vorwürfe gegen Ulmen beschäftigen inzwischen mehrere Behörden. Die Staatsanwaltschaft Potsdam führt Ermittlungen gegen Ulmen wegen eines Anfangsverdachts der Körperverletzung im Zusammenhang mit Vorwürfen häuslicher Gewalt.
Collien Fernandes (44) hatte ihren Ex-Mann im Dezember vergangenen Jahres auf Palma angezeigt und will das Verfahren auf Mallorca halten, obwohl die spanische Justiz das anders sieht.
Für Ulmen gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.