Collien Fernandes schießt gegen Ulmen: "Wenn ich die Namen wüsste, wäre das zu krass"
Berlin - Zuletzt ist es im Fall Collien Fernandes (44) etwas ruhiger geworden. Jetzt aber hat die Moderatorin der FAZ ein ausführliches Interview gegeben und kein gutes Haar an ihrem Ex-Mann gelassen.
14 Jahre lang waren Christian Ulmen (50) und Collien Fernandes verheiratet, galten als DAS Traumpaar in der deutschen TV-Welt. Heute nennt sie den Schauspieler und Regisseur öffentlich meist nicht mal mehr beim Namen, betitelt ihn stattdessen nur als Täter.
"Der Täter hat mich mit seinem Verhalten in extreme Gefahr gebracht", erneuert die 44-Jährige ihre schweren Vorwürfe. Jahrelang soll Ulmen gefälschte Nacktbilder und pornografische Aufnahmen von ihr an Männer aus ihrem beruflichen Umfeld verschickt und mit Fake-Profilen Online-Affären mit diesen geführt haben.
"Bei einem Masseur hat er in meinem Namen einen Termin angefragt und dann begonnen, dem Mann anzügliche Nachrichten zu schreiben. Er bat den Masseur, am Ende der Massage auf mir abzuspritzen. Was, wenn ich wirklich mal genau dahin gegangen wäre?", erinnert sich die Traumschiff-Darstellerin.
Besonders brisant: Wer alles eine Online-Affäre mit ihr gehabt haben soll, weiß sie bis heute nicht. Christian Ulmen hüllt sich in den Mantel des Schweigens. Offenbar aus gutem Grund: "Er sagte, wenn ich die Namen wüsste, wäre das zu krass. Die Männer seien zu nah an mir dran, deshalb könne er mir die Namen nicht nennen. Dabei blieb er bis zuletzt. Dadurch hatte ich Panikattacken."
Collien Fernandes kritisiert Ulmen-Anwälte: "Nebelkerze der Gegenseite"
Am ersten Weihnachtstag soll er in einem Hamburger Hotel ein Geständnis abgelegt haben. Neun Monate später folgte das offizielle Liebes-Aus, ein weiteres halbes Jahr später ging Collien mit ihren Vorwürfen über den Spiegel an die Öffentlichkeit. "Er sagt, ich hätte mit meiner Aussage die Familie zerstört. Da merkt man, wie wenig Schuldbewusstsein da ist."
Ulmen selbst hat sich auch nach Wochen des Medienbebens nicht geäußert, lässt stattdessen die Anwälte sprechen und geht gegen die Spiegel-Berichterstattung vor. Vor allem den Vorwurf, er habe Deepfakes erstellt, will sein Anwaltsteam so nicht stehen lassen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Dabei macht es für Collien Fernandes keinen großen Unterschied, ob es sich um sogenannte Deepfakes oder Pornovideos von Frauen, die ihr ähnlich sehen, handelt. "Es ist mal wieder eine Nebelkerze der Gegenseite, die einzig und allein dafür da ist, um vom Kernvorwurf abzulenken."
Am Ende bleibt es digitaler Missbrauch: "Wenn jemand einen nackten Schritt oder Brüste verschickt und behauptet, das sei mein Körper, dann ist es doch völlig egal, ob es sich um KI-Brüste handelt oder um die Brüste einer anderen Frau. Die Aussage dazu ist ja immer: Hallo, ich bin Collien Fernandes und hier sind meine Brüste."
Titelfoto: Georg Wendt/dpa

