Influencerin deckt Geheimnisse der Instagram-Branche auf: "Es gibt sehr viele, die alle verarschen!"

Darmstadt - Leonie Paula (23) zählt sicherlich zu den authentischsten Influencern auf Instagram. Die Studentin lässt ihre Follower an ihrem Leben teilhaben, ohne künstlich zu wirken und spricht auch ernste Themen über ihren Kanal an (TAG24 berichtete).

Die 23-Jährige informiert ihre Follower über verschiedenste Themen.
Die 23-Jährige informiert ihre Follower über verschiedenste Themen.  © Instagram/leoniepaula

Mittlerweile hat ihr Instagram-Account "leoniepaula" 132.000 Follower (Stand 1. Mai 2020).

Neben dem Studium hat sich die Darmstädterin mit ihrer Instagram-Tätigkeit selbstständig gemacht.

Mit TAG24 sprach die 23-Jährige nun über den Beruf des Influencers und wie viel Fake dahinter steckt.

TAG24: Wie viel verdient man als Influencer mit deiner Reichweite?

Leonie: Das kann man pauschal nicht sagen, da die meisten Influencer, so wie ich, selbstständig sind und somit ihre Preise selbst verhandeln. Außerdem kommt es darauf an, für was und wie oft ein Influencer Werbung macht. Es gibt Influencer mit meiner Reichweite, die verdienen im Jahr unter 10.000 Euro. Es gibt aber auch Influencer mit meiner Reichweite, die über 100.000 Euro im Jahr verdienen.

TAG24: Wie läuft die Suche nach Kooperationspartnern? Kommen diese von sich aus auf dich zu oder schreibst du diese auch proaktiv selbst an?

Leonie: Die meisten Kooperationspartner kommen auf mich zu. Aber ich schreibe auch gerne Unternehmen an, bei denen ich die Marke oder Produkte sehr cool finde.

Wenn das Produkt nicht von Leonie vorher für gut befunden wird, macht sie auch keine Werbung dafür.
Wenn das Produkt nicht von Leonie vorher für gut befunden wird, macht sie auch keine Werbung dafür.  © Instagram/leoniepaula

TAG24: Kannst du vorher die Produkte testen, bevor du sie bewirbst? Und wenn ja, hast du dich dann auch schon mal dagegen entschieden ein Produkt zu bewerben?

Leonie: Ja, ich teste die Produkte immer, bevor ich sie zeige. Falls mir das Produkt nicht gefällt und ich nicht dahinter stehe, dann mache ich auch keine Werbung dafür und schicke das Produkt zurück, was schon öfter der Fall war.

TAG24: Was sind die negativen Aspekte des Influencer-Daseins?

Leonie: Die meisten Leute erwarten von Influencern, dass sie mit Hate gut umgehen können und vergessen manchmal, dass sie auch nur Menschen sind und es viele schwer mitnimmt. Auf Freundschaften hat sich das bei mir zum Glück noch nie ausgewirkt.

TAG24: Was sind die positiven Aspekte?

Leonie:
In erster Linie freue ich mich sehr über meine Community. Ich bin sehr dankbar für diese Menschen, die mich in schlechten Zeiten unterstützen, obwohl sie mich nur durch das Internet kennen. Außerdem kann ich mir meine Kooperationen selbst aussuchen und kann bestimmen, wann und wie viel ich arbeite.

TAG24: Wie „echt“ ist die Influencer-Welt?

Leonie: Total unterschiedlich. Viele Influencer sind echt und haben einen coolen Content. Es gibt aber auch sehr viele Influencer, die von vorne bis hinten alle verarschen. Ich kenne sogar einige Influencer, die über 200.000 Follower haben, von denen 80 Prozent Fake sind. Diese Influencer würde niemals jemand auf der Straße erkennen. Die Unternehmen zahlen hohe Summen für Werbung und merken erst zu spät, dass die Influencer über ihre Reichweite gelogen haben.

Leonie erreichte unter anderem durch ihre Turban-Looks Bekanntheit auf Instagram. Regelmäßig postet die Blondine Fotos von sich mit der Kopfbedeckung oder auch Tutorials für den perfekten Turban-Look. Auf der Plattform setzt sie sich zudem für mehr Offenheit und Toleranz ein (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Instagram/leoniepaula

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