Deutscher Radiopreis: Laudatorin heimst größten Applaus ein, Ehrenpreis sorgt für Gänsehautmoment

Hamburg - Star-Auflauf in Hamburg! Am Donnerstagabend wurde zum 17. Mal der "Deutsche Radiopreis" in der Hansestadt verliehen. Neben den Radio-Machern waren auch zahlreiche Promis aus Film und Fernsehen im Stage Theater an der Elbe dabei.

Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner (65) heimste als Laudatorin den wohl größten Applaus des Abends ein.  © Deutscher Radiopreis/Hüllenkremer

Den wohl größten Applaus des Abends heimste dabei Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner (65) ein, die spätestens mit ihr alljährlichen Vorstellung des "Jugendwort des Jahres" zur Kult-Figur geworden ist und die Laudatio in der Kategorie "Bestes Informationsformat" halten durfte.

Als die 65-Jährige auf die Bühne trat, jubelten und klatschten die rund 1000 Gäste gefühlt so laut wie bei keinem anderen Promi oder Preisträger. "Das habe ich nicht verdient. Aber das ist der Unterschied zum Fernsehen: Mit euch hat man einfach mehr Spaß", kommentierte Daubner augenzwinkernd.

Für den emotionalsten Moment des Abends sorgte allerdings Rea Garvey (53): Der Pop-Musiker hielt eine bewegende Rede für die im März verstorbene Radio-Legende Rik De Lisle (†79). Der gebürtige US-Amerikaner hatte als "alter Ami" in Deutschland Kultstatus erreicht und wurde nun posthum mit dem Ehrenpreis des Deutschen Radiopreises ausgezeichnet.

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Pop-Sänger Rea Garvey (53) gab nicht nur mehrere Songs zum Besten, sondern hielt auch eine bewegende Rede für eine verstorbene Radio-Legende.  © Deutscher Radiopreis/Szyza

De Lisle und Garvey waren eng befreundet gewesen, nun durfte der frühere "Reamonn"-Frontmann die besondere Auszeichnung stellvertretend an die beiden Kinder des Verstorbenen überreichen.

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Johannes Oerding und Peter Maffay spielen neue Songs erstmals live

Johannes Oerding (44, r.) und Peter Maffay (77) präsentierten zwei Songs aus ihrem im Oktober erscheinenden Album "Nashville" auf der Bühne.  © Deutscher Radiopreis/Szyza

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgten neben Garvey, dem Electro-Pop-Duo "Fast Boy" und der erst 16-jährigen TikTok-Sensation Zah1de unter anderem auch Johannes Oerding (44) und Peter Maffay (77). Die beiden präsentierten erstmals zwei Songs aus ihrem im Oktober erscheinenden Duett-Album "Nashville" live auf der Bühne.

Sänger Sasha (54, "If You Believe") griff zwar nicht selbst zum Mikro, der Pop-Musiker erinnerte sich im Gespräch mit TAG24 aber an seine ersten Berührungspunkte mit dem Medium Radio zurück.

"Früher gab es eine Radioshow, die hieß 'Mal Sondocks Hitparade'. Da habe ich immer vor dem Kassettenrekorder gelegen und versucht, nach den Ansagen den Song noch so gut zu erwischen, dass ich ihn dann nachher auf Kassette hatte und hören konnte. Das war meine Hauptbeschäftigung am Abend", schmunzelte er.

Sänger Sasha (54) erinnerte sich im Gespräch mit TAG24 daran, wie das Radio seine Kindheit geprägt hatte.  © TAG24/Bastian Küsel-Kanbach

Auch Schauspielerin Friederike Kempter (47), bekannt aus "Ladykracher" und dem Münsteraner "Tatort", sei früh durch das Radio geprägt worden, wie sie TAG24 verriet. "Ich bin einfach mit Radio aufgewachsen", unterstrich sie. Im Fall der Fälle würde sie sich deshalb auch immer für das Radio und gegen Spotify und Co. entscheiden.

Aminata Belli und Guido Maria Kretschmer brechen Lanze fürs Radio

TV-Moderatorin Aminata Belli (34) und Star-Designer Guido Maria Kretschmer (61) brachen am TAG24-Mikro eine Lanze für das Medium Radio.  © Fotomontage: TAG24/Bastian Küsel-Kanbach

Dasselbe gilt für Aminata Belli (34). Die TV-Moderatorin brach gegenüber TAG24 eine Lanze fürs Radio: "Es gibt nicht nur irgendwie eine Playlist, die man sich zusammenstellt, sondern man hört Dinge - Nachrichten, Interviews und Themen -, die man sich vielleicht so nicht angehört hätte oder angeklickt hätte. Und das ist ganz wichtig."

Star-Designer Guido Maria Kretschmer (61) ergänzte im TAG24-Gespräch: "Ich glaube, Radio hat die Kraft der Non-Visualität. Das ist wie Lesen: Wenn man ein Buch liest oder etwas vorgelesen bekommt, schafft man seine eigene Fantasie." Genau diese Fähigkeit habe das Radio wie kein anderes Medium.

Passend dazu unterstrich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (60, SPD), wie wichtig es sei, die Radio-Macher bei der jährlichen Preisverleihung zu feiern. "Ich bin froh, dass man sie auch mal auf die Bühne hebt und besonderes Talent zeigt. Man muss kreativ sein und journalistisch arbeiten. Ich finde, das hat so einen Preis verdient", urteilte der Politiker am TAG24-Mikro.

Alle Preisträger sind unter deutscher-radiopreis.de oder - präsentiert von Susanne Daubner - auf dem offiziellen Instagram-Kanal zu finden.

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