Dieter Bohlen über Russland-Sanktionen: "Alles scheiße" - Wladimir Klitschko reagiert

Tötensen - Dieter Bohlen (68) hat sich mit einer Äußerung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in die Nesseln gesetzt.

Dieter Bohlen (68) hält anscheinend nichts von Sanktionen gegen Russland.
Dieter Bohlen (68) hält anscheinend nichts von Sanktionen gegen Russland.  © Screenshot/YouTube/Entrepreneur University

Bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) wird der Poptitan als Juror für seine deftigen Sprüche geliebt und gefürchtet. Meist hält sich der 68-Jährige aus Tötensen bei Hamburg an das Sprichwort "Schuster, bleib bei deinen Leisten" und äußert sich auch sonst fast nur zu Musik-Themen. Doch kürzlich machte er seine Meinung über die Folgen des Ukraine-Kriegs auf einem Podium öffentlich.

Wie erst jetzt bekannt wurde, kritisierte Bohlen beim "Founder Summit 2022" Ende August in seinem typischen Fäkal-Sprech die als Reaktion auf den Angriffskrieg erlassenen Sanktionen des Westens gegen Russland. Die Aussagen kamen als Antwort auf die Frage, ob er in die Politik gehen würde, was er übrigens auch wegen der schlechten Bezahlung verneinte.

"Ich bin eben der Meinung, ihr könnt mich auch ausbuhen, wenn die die Sanktionen nicht gemacht hätten, und man hätte sich vernünftig an einen Tisch gesetzt, dann bräuchten die Leute jetzt nicht diesen ganzen Firlefanz zu machen", sagte Bohlen. "Jetzt müssen wir frieren, jetzt müssen wir dies und das, das ist doch alles scheiße aus meiner Sicht."

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Er verstehe das "alles nicht mehr" und nannte als Beispiel steigende Gasverkäufe Russlands nach Asien sowie sinkende Euro- und steigende Rubel-Kurse. Das Publikum applaudierte.

Dieter Bohlen spricht über westliche Sanktionen gegen Russland

Wladimir Klitschko schildert Grauen des Krieges

Wladimir Klitschko (46) kann Dieter Bohlen nicht verstehen.
Wladimir Klitschko (46) kann Dieter Bohlen nicht verstehen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Kritik an den Aussagen kam erst später. Wladimir Klitschko (46) wurde auf Twitter deutlich. Er meldete sich aus Kiew und richtete sich gezielt an die "Freunde in Deutschland". Der ehemalige Box-Profi schilderte das Grauen des Krieges.

Am Montag sei er auf dem Weg ins Büro gewesen, als es Luftalarm gegeben habe. Raketen schlugen in Kiew ein. "Autos brannten, Gebäude wurden zerstört - und ich habe schon wieder in der Stadt zerfetzte menschliche Leichen gesehen." Es seien unschuldige Menschen gewesen.

Dann wendete er sich direkt an Bohlen: "Ist Dir, Dieter Bohlen, es egal, wenn bei uns Menschen sterben? Ist Dir egal, dass Putin unser Land mit Raketen zerstören will? Ist Dir egal, dass wir einen Genozid gegen alles Ukrainische erleben?"

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Der 46-Jährige erinnerte zum Schluss daran, dass Russland den Krieg mit seinem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar begonnen hat. Klitschko schloss: "Bitte helft uns Ukrainern auch nach acht Monaten Krieg. Bitte vergesst uns nicht." Bohlen hat darauf bislang nicht reagiert.

Titelfoto: Screenshot/YouTube/Entrepreneur University

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