Ex-"Tagesschau"-Sprecher fassungslos: Sein Event braucht erhöhten Schutz

Hamburg/Berlin - So hatte er sich das nicht vorgestellt: Am 29. Januar lädt Constantin Schreiber (46), ehemaliger Sprecher der "Tagesschau", zu einer Late-Night-Show ein - diese kann jedoch nur unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

Journalist Constantin Schreiber (46) hat sich am Samstagabend mit weniger tollen Neuigkeiten bei seinen Instagram-Fans gemeldet.
Journalist Constantin Schreiber (46) hat sich am Samstagabend mit weniger tollen Neuigkeiten bei seinen Instagram-Fans gemeldet.  © Instagram/constantinschreiber

Diese Neuigkeiten verkündete der Journalist seinen Fans am Samstagabend via Instagram. Sichtlich niedergeschlagen trat er vor die Kamera. "Ich will euch kurz über etwas informieren, das mir schwerfällt, das aber wichtig ist", erklärte der 46-Jährige.

Zwar werde die Show unter dem Motto "HaTikva" (Name der Nationalhymne Israels, auf Deutsch: Hoffnung) stattfinden, aber eben unter besonderen Umständen. "Das heißt konkret, es wird Scanner am Eingang geben, Taschen werden kontrolliert und der Einlass dauert länger als sonst", zählte Schreiber auf.

Das Ganze sei dabei keine freiwillige Entscheidung, sondern eine notwendige. "Der Grund dafür ist die massive antisemitische Bedrohungslage. Und allein das auszusprechen, das fühlt sich ziemlich falsch an im Jahr 2026 in Berlin bei einer Kulturveranstaltung", verdeutlichte er.

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Dass ein Abend, der sich mit Hoffnung, mit Musik und Gesprächen beschäftige, nur unter erhöhtem Schutz möglich sei, mache ihn sehr traurig und gleichzeitig wütend, unterstrich der gebürtige Cuxhavener.

Constantin Schreiber teilt Neuigkeiten zu seiner Show auf Instagram mit

Constantin Schreiber stellt klar: "Wir lassen und davon nicht einschüchtern"

Der 46-Jährige wird immer wieder angefeindet. Nun muss seine geplante Late-Night-Show in Berlin unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. (Archivfoto)
Der 46-Jährige wird immer wieder angefeindet. Nun muss seine geplante Late-Night-Show in Berlin unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Schreiber betonte, dass es sich dabei nicht nur um ein organisatorisches Detail, sondern eher um ein politisches Signal handele. "Und zwar ein ziemlich schlechtes", kommentierte der ehemalige Nachrichtensprecher.

Gleichzeitig stellte der 46-Jährigen in dem Video klar: "Wir lassen uns davon nicht einschüchtern. Dieser Abend wird stattfinden, gerade deshalb."

Die Sicherheit aller Beteiligten sei aber natürlich am wichtigsten. "Und deswegen bitte ich euch um Verständnis, um Geduld beim Einlass und vielleicht auch um einen Moment des Nachdenkens, warum das alles überhaupt nötig ist", so der Journalist abschließend.

Titelfoto: Fotomontage: Christoph Soeder/dpa, Instagram/constantinschreiber

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