Ex-"Tagesschau"-Sprecher zerlegt Bundespräsident Steinmeier und stellt Amt infrage

Hamburg/Berlin - Klare Worte! Ex-"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber (46) hat scharfe Kritik an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) geübt.

Ex-"Tagesschau"-Sprecher Constantin Schreiber (46) hat sich mit deutlichen Worten auf Instagram gemeldet. (Archivfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Auf seinem Instagram-Kanal postete der Journalist am Dienstag den Ausschnitt eines Auftritts in einer "WELT"-Sendung. In dem kurzen Clip führte der Wahl-Hamburger aus, dass sich das deutsche Staatsoberhaupt widersprüchlich zu seinem Amt verhalte.

"Der Bundespräsident soll ja eigentlich überparteilich eine Figur sein, die uns alle mitnimmt und uns eint als Volk. Und das gelingt mit ihm nicht, und das wird er auch in den letzten Monaten seiner Amtszeit nicht mehr schaffen", verdeutlichte Schreiber - besagte Amtszeit endet im Frühjahr 2027.

Zu dem Ausschnitt ergänzte der 46-Jährige auf Instagram schriftlich: "Es gab noch nie einen Bundespräsidenten, der so sehr polarisiert hat wie Steinmeier. Auch weil er eben nicht, wie es eigentlich typisch für das Amt sein sollte, überparteilich ist, sondern von vielen mit politisch umstrittenen Themen verbunden wird: ob Ukraine oder Migration."

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"Die große spannende Frage" sei, ob es bei der kommenden Wahl gelinge, jemanden zu finden, der dies reparieren und wieder "mehr verbinden" könne. "Ich fand, Joachim Gauck [von 2012 bis 2017 im Amt, Anm. d. Red.] war ein gutes Beispiel für jemanden, der das geschafft hat", urteilte Schreiber.

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Constantin Schreiber teilt Ausschnitt von Interview über Bundespräsident

Constantin Schreiber: Polarisierenden Bundespräsidenten "brauchen wir nicht"

Die Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) endet im Frühjahr 2027.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Sollte dies nicht gelingen, müsse man sich die Frage stellen, ob man das Amt des Bundespräsidenten überhaupt noch brauche.

"Kann man das Geld, was man dort im Schloss Bellevue lässt, nicht besser woanders einsetzen? Die Kassen sind ja alle klamm, wie wir wissen", betonte der ehemalige Nachrichtensprecher.

Klar sei für ihn: "Einen Bundespräsidenten, der eher polarisiert als uns verbindet, den brauchen wir nicht." Vielmehr bedarf es einer Person, mit der sich alle identifizieren könnten, so der Journalist abschließend.

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