Hamburg - Kleiner Stich, große Wirkung! Star-Designer und "Shopping Queen"-Star Guido Maria Kretschmer (60) zog sich im Sommer eine lebensbedrohliche Sepsis zu. Der Grund war ein Stich an einer Rose.
Der Star-Designer war im Sommer-Urlaub auf Sylt über eine Pferdewiese gelaufen und war dabei mit seiner Hand an einer Rose hängen geblieben. "Die Blumen sind ja wie Krallen", sagte Kretschmer (60) der Bild. "Ich rief: Aua! Dachte, ist da jetzt ein Stachel drin oder nicht? Natürlich habe ich sofort eine antiseptische Creme aufgetragen."
So richtig brachte die aber nichts ein. In der Nacht wurde Kretschmer von den Schmerzen wach. Am nächsten Tag ging er zum Hautarzt, doch weil der nichts fand, schickte er den Star-Designer wieder nach Hause. "Am nächsten Morgen war es dann schon ganz rot", beschrieb er die bedrohliche Lage.
Als er mit Freunden beim Mittagessen saß, merkte er, dass etwas nicht stimmte. "Das erste Mal in meinem Leben habe ich nichts mehr gesagt", erinnerte er sich. Es folgten Konzentrationsprobleme und Schüttelfrost. "Plötzlich hatte ich das Gefühl, mir dreht einer das Licht weg. Der Körper schaltet einfach ab. Das ist lebensgefährlich. Das war so ein schreckliches Gefühl."
Der Stich hatte sich mittlerweile den Arm hoch gearbeitet. "Es war fünf vor zwölf, als ich in die Klinik kam", erzählte er. "Ich hatte schon ziemlich hohe Entzündungswerte." Die Ärzte handelten daraufhin schnell, schnitten ihm die Hand auf. Er hätte im Fieberwahn sogar seine Adresse nicht mehr gewusst, so Kretschmer.
Guido Maria Kretschmer lehnt nach Vorfall Rosen ab
Acht Tage lang musste er in der Klinik bleiben, über eine Infusion bekam er starke Antibiotika verabreicht. Der Arm wurde schließlich eingegipst und hochgelagert. Durch die angespannte Situation nahm der sogar einige Kilo ab.
Der Stich hinterließ aber Folgen. "Ich habe davon ein Rosentrauma zurückbehalten." In seinem Garten fasse er die Rosenbüsche nicht mehr an, das macht jetzt sein Gärtner. "Wenn ich Rosen geschenkt bekomme, sage ich: Nee, vielen Dank."
Ein halbes Jahr später ist Kretschmer wieder voll auf Zack, die Erinnerung an die schlimme Zeit hat er aber nicht vergessen. Er wisse nun, "wie schnell es gehen kann. Wäre ich nicht ins Krankenhaus gefahren und hätte weiterhin auf den Hautarzt vertraut, dann hätte das kippen können."
Künftig geht Kretschmer lieber auf Nummer sicher, bevor er sich noch einmal in eine solch lebensgefährliche Situation bringt.