187 Strassenbande: Bonez MC produziert Song mit verurteiltem Mörder

Hamburg – Die meisten Musiker würden sich von einem verurteilten Mörder distanzieren - so jedoch nicht 187-Boss Bonez MC (34).

Bonez MC stört sich nicht an den Verbrechen seiner Kollegen.
Bonez MC stört sich nicht an den Verbrechen seiner Kollegen.  © Screenshot/Instagram, bonez187erz

Im Gegenteil: John Lorenz Moser, wie Bonez mit bürgerlichem Namen heißt, ist nun mit Vybz Kartel im neuen KitschKrieg-Song "International Criminal" zu hören.

Ein passendes Video, bei dem es sich um einen Zusammenschnitt aus mehreren Musikvideos handelt, wurde auf YouTube veröffentlicht. 

Der Dancehall-Künstler, mit dem Bonez MC in dem nicht offiziellen Clip performt, hat jedoch einiges auf dem Kerbholz. Bei Kartel handelt es sich um einen Musik-Star aus Jamaica, der 2014 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

Das schlimme Verbrechen, was seinem Musiker-Kollegen zur Last liegt, scheint den Chef der 187 Strassenbande herzlich wenig zu interessieren. 

Stattdessen gewähren Bonez und KitschKrieg dem Straftäter die Ehre, in dem Song das Intro, Outro und einen ganzen Part zu übernehmen. 

Einen Bericht von "laut.de", die zunächst über den Song berichteten, teilte der 187-Boss sogar noch spürbar stolz in seiner Story auf Instagram

Wie es überhaupt möglich ist, dass ein verurteilter Mörder Alben aufnehmen und veröffentlichen kann, bleibt unklar.

187-Rapper sind Straftäter

Der 187-Chef performt im neuen KitschKrieg-Video.
Der 187-Chef performt im neuen KitschKrieg-Video.  © Screenshot/YouTube, International Criminal

Auch die Mitglieder der 187 Strassenbande sind, was Straftaten betrifft, nicht grade zurückhaltend.

Die Rapper gehören zu Stammgästen vor Gericht. Regelmäßig sind Bonez MC, Gzuz, Maxwell und Co. in Drogen-, Gewalt- oder Waffendelikte verwickelt. 

Derzeit muss sich Gzuz vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten (TAG24 berichtete). In dem Prozess gegen den 32-Jährigen geht es unter anderem um Verstöße gegen das Waffengesetz, versuchten Diebstahl und Körperverletzung.

Kollege Maxwell musste Mitte des Monats Juni dieses Jahres vor dem Landgericht St. Georg erscheinen (TAG24 berichtete). 

Auch er war wegen des unerlaubter Besitzes von Betäubungsmitteln sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angeklagt, kam aber mit einer Geldstrafe von 20.000 Euro davon.


Titelfoto: Screenshot/YouTube, International Criminal

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