Heino "definitiv nicht" rechts: Schlagerstar lässt sechsstellige Summe liegen

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Wien (Österreich) - Sich von Rechtspopulisten vor den Karren spannen lassen? Darauf hat Heino (87) offensichtlich gar keinen Bock. Während er sich vor Gericht weiter mit der AfD streitet, hat er in seiner Wahlheimat Österreich die FPÖ abblitzen lassen. Dabei hatte die "Freiheitliche Partei" ihm eine knackige Summe für einen Auftritt geboten.

Heino (87) lehnt eine Anfrage der FPÖ ab.
Heino (87) lehnt eine Anfrage der FPÖ ab.  © dpa | Sebastian Kahnert

Mit seiner "Made in Germany"-Tour samt Deutschland-Beflaggung und seiner Trump-Bewunderung hatte der Schlagerstar für reichlich Spekulation über seine politische Orientierung gesorgt.

Nun ließ er sich sogar eine sechsstellige Summe entgehen, anstatt für Rechtspopulisten aufzutreten: Laut Bild wollte die FPÖ ihren 70. Geburtstag in Wien mit einem Volksfest samt Heino-Auftritt feiern. Doch 100.000 Euro waren dem 87-Jährigen dafür offenbar nicht genug.

"Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will", sagte der Musiker gegenüber der Zeitung, fügte aber hinzu: "Allerdings sind mir in meinem Publikum alle Menschen willkommen, egal, wen sie wählen."

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Hätte er den Auftritt gemacht, wäre der Aufschrei groß gewesen, ist sich sein Manager Helmut Werner sicher. "Wenn dagegen andere Kollegen für die FPÖ singen, interessiert das praktisch niemanden. Bei Heino geht man schon im Vorfeld davon aus, dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist."

Heino geht juristisch gegen die AfD vor

Der Sänger feiert zurzeit seine "Made in Germany"-Tour.
Der Sänger feiert zurzeit seine "Made in Germany"-Tour.  © dpa | Sebastian Kahnert

Damit spielte Werner wohl auf Schlager-Sänger Roberto Blanco (89) an, für den bei der FPÖ-Feier offensichtlich "ein bisschen Spaß" sein musste - im Gegensatz zu Heino soll er dem Ruf der Partei gefolgt sein, wenn auch für eine weitaus geringere Gage.

Derweil streitet sich Heino weiter mit der AfD, nachdem die Rechtsaußen-Partei in Brandenburg ohne Einwilligung Wahlwerbung mit dem Musiker gemacht und behauptet hatte, dass Heino am damaligen Sonntag AfD wählen würde.

Heinos Rechtsanwalt hat inzwischen Klage gegen den Parteizweig in der Uckermark und deren Landtagsabgeordneten Felix Teichner (35) eingereicht. Der "Blau blüht der Enzian"-Interpret fordert insgesamt 60.000 Euro.

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"Die Einbringung der Klage war notwendig, da wir allen möglichen künftigen Ideen für unerlaubte Wahlwerbung einen Riegel vorschieben wollen. Die Aktion von Herrn Teichner hat Heinos Image geschadet und dazu beigetragen, erneut unberechtigte Vorurteile über Heino in der Welt zu halten", erklärte Manager Helmut Werner.

Titelfoto: Montage: dpa | Sebastian Kahnert

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