New York City (USA) - Die legendäre Sängerin Aretha Franklin (†76) nannte ihn einmal "den größten Plattenmann aller Zeiten": Nun ist Clive Davis im Alter von 94 Jahren gestorben. In den USA galt er als Hitgigant und einer der einflussreichsten Musikproduzenten aller Zeiten.
In der Branche ist die Trauer groß, schließlich förderte Davis einige der größten Musiker aller Zeiten. Wie die New York Times berichtete, starb er am Montag (Ortszeit) in seiner Heimat Manhattan.
Demnach wurde Davis zuletzt mit Atemproblemen in einem Krankenhaus behandelt. Seine Familie bestätigte mittlerweile den Tod des 94-Jährigen.
1932 in New York geboren, studierte er später an der Eliteuniversität Harvard Jura, eher er als Rechtsberater bei Columbia Records anfing. "Ich wusste nichts über Musik", sagte Davis in der Dokumentation "Clive Davis: The Soundtrack of Our Lives" (2017) - und dennoch stieg er bei dem Label zum Musikgiganten auf.
In den 60ern förderte unter anderem Janis Joplin (†27) und Blood, Sweat & Tears. Er brachte (spätere) Weltstars wie Billy Joel (77), Bruce Springsteen (76), Neil Diamond (85) und Aerosmith zu Columbia Records. Dennoch wurde er 1973 gefeuert! Ihm wurde vorgeworfen, Firmengelder für private Ausgaben genutzt zu haben.
Clive Davis ebnete den Weg für Weltstars wie Whitney Houston
1974 gründete der Produzent sein eigenes Label Arista, nahm dort unter anderem Whitney Houston (†48) unter Vertrag - der Beginn einer einmaligen Erfolgsgeschichte. So verkaufte die weltberühmte "I Will Always Love You"-Interpretin in ihrer Karriere mehr als 220 Millionen Alben!
Nachdem Houston 2012 gestorben war, sagte Davis: "Der Verlust von Whitney kam so plötzlich wie der Verlust meiner Eltern."
Nach und neben Houston förderte der US-Amerikaner noch Größen wie Alicia Keys (45). Rod Stewart (81) ermöglichte er ein Comeback mit Millionen verkauften Alben.
Von 2006 bis zu seinem Tode arbeitete Davis in hoher Position bei Sony Music Entertainment. Er war zweimal verheiratet, ebenso oft geschieden und hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder. In seiner Autobiografie "The Soundtrack of My Life" outete er sich 2013 als bisexuell.