Lohmar - Was ist denn da los? Das Instagram-Profil von YouTuber Robert Marc Lehmann (43), der an der Rettung des Wals vor Niendorf beteiligt war, ist am Montagabend plötzlich verschwunden.
Wer am Montagabend nach Updates des Influencers schauen wollte, bekam von Instagram eine Fehlermeldung. "Diese Seite ist leider nicht verfügbar. Entweder funktioniert der von dir angeklickte Link nicht oder die Seite wurde entfernt", heißt es dort.
Offenbar ist Letzteres der Fall. Die Gründe dafür sind unbekannt. Lehmann könnte sein Profil gelöscht oder vorübergehend deaktiviert haben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Instagram den Account gesperrt hat.
Am Nachmittag hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) verkündet, dass der Meeresbiologe nicht zu einem weiteren Rettungsversuch an die Ostsee kommen würde.
"Er hätte jetzt eine ganz große, andere wichtige Aufgabe und auf die möchte er sich konzentrieren", so Backhaus gegenüber News5.
Ist diese "wichtige Aufgabe" der Grund? Oder schützt sich der Influencer unter Umständen vor wütenden Reaktionen seiner heißblütigen Fans?
Robert Marc Lehmann überwarf sich mit den Experten vor Ort
Fragen, auf die nur Lehmann eine Antwort geben kann. Der YouTube-Account des Influencers ist jedenfalls weiterhin erreichbar, eine Erklärung tauchte dort bislang aber nicht auf.
Der Meeresbiologe war am 26. März zur Rettungsaktion an der Küste Niendorfs gestoßen und verbrachte Stunden in der Ostsee am Wal. Bei vielen sorgte das für Bewunderung. Allerdings kamen auch Vorwürfe der Selbstinszenierung auf, weil der Influencer einen Selfiestick in der Hand hielt.
Als der Buckelwal sich in der Nacht zu Freitag befreite und am Morgen vor Niendorf wieder gesichtet wurde, war Lehmann Teil des Bootsverbundes, der das Tier vor einer weiteren Strandung bewahren sollte. Hierbei kam es offenbar zum Bruch zwischen den Experten.
Lehmann gab später via Instagram an, man habe ihm Selbstdarstellung vorgeworfen und ihn ausgeladen. Die Experten von Greenpeace, dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, dem Deutschen Meeresmuseum und Backhaus widersprachen der Darstellung.