Kriegsgebiet statt Hollywood-Glamour? Sean Penn gewinnt Oscar, aber fehlt schon wieder!
Los Angeles (USA) - Eine herausragende Leistung, ein verdienter Sieg - und dennoch ging Sean Penn (65) nicht mit einer güldenen Trophäe von den Oscars nach Hause. Denn der als "bester Nebendarsteller" ausgezeichnete Schauspieler war gar nicht erst bei den Academy-Awards in Los Angeles erschienen, soll sich stattdessen in der Ukraine aufhalten.
Seine Darbietung als rassistischer, von inneren Konflikten zerrütteter Militäroffizier in "One Battle After Another" darf zweifelsohne als eine der besten des vergangenen Jahres bezeichnet werden.
Folgerichtig sollte ihm am Sonntag (Ortszeit) der Oscar verliehen werden - doch Penn war als einziger der fünf Nominierten in seiner Kategorie nicht vor Ort. Schauspieler Kieran Culkin (43) nahm den Award an seiner Stelle an.
Wie die "New York Times" unter Berufung auf anonyme Quellen berichtete, sei der nun dreifache Oscar-Gewinner nach Europa geflogen. Ende vergangener Woche soll er vorgehabt haben, in die Ukraine zu reisen.
Seit der russischen Invasion hat Penn bereits mehrfach das osteuropäische Land sowie dessen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) besucht und darüber sogar eine Dokumentation mit dem Titel "Superpower" gedreht.
Sean Penn setzt sich bei den Oscars gegen namhafte Konkurrenz durch
Schon 2023 erklärte Penn in einem interview, seine Oscars zerstören und der Ukraine geben zu wollen, damit sie eingeschmolzen und als Munition verwendet werden könnten. Das tat er schlussendlich zwar nicht, sehr wohl aber übergab er Selenskyj einen seiner Oscars als Zeichen der Unterstützung.
Zuvor hatte Penn den begehrten Award als bester Hauptdarsteller für seine Darbietungen in "Mystic River" und "Milk" verliehen bekommen. Auch in der Vergangenheit glänzte der 65-Jährige schon bei mehreren Oscar-Verleihungen durch Nicht-Anwesenheit.
Ob vor Ort oder nicht, der Goldjunge gehört nun abermals Penn, der sich in diesem Jahr nicht nur gegen seinen "One Battle After Another"-Kollegen Benicio del Toro (59) durchsetzte, sondern auch gegen Jacob Elordi (28, "Frankenstein"), Delroy Lindo (73, "Blood & Sinners") sowie Stellan Skarsgård (74, "Sentimental Value").
Insgesamt gewann "One Battle After Another" sogar sechs Awards, wurde somit zum erfolgreichsten Film der Preisverleihung.
Titelfoto: Montage: ARNAUD FINISTRE / AFP, dpa/Invision | Chris Pizzello

