"Promis unter Palmen": Influencerin ist froh, dass SAT.1 den Prinz-Marcus-Eklat gezeigt hat

Koblenz - Der Skandal um die homophoben Entgleisungen von Prinz Marcus von Anhalt (53) bei der ersten Folge von "Promis unter Palmen" am Montag zieht weite Kreise. Am gestrigen Dienstagabend fand Comedian und Influencerin Mademoiselle Nicolette (33) auf Instagram dazu deutliche Worte.

Comedian und Influencerin Mademoiselle Nicolette (33) äußerste sich am Dienstagabend auf Instagram ausführlich zu dem Skandal um den homophoben Auftritt von Prinz Marcus von Anhalt (53) bei "Promis unter Palmen".
Comedian und Influencerin Mademoiselle Nicolette (33) äußerste sich am Dienstagabend auf Instagram ausführlich zu dem Skandal um den homophoben Auftritt von Prinz Marcus von Anhalt (53) bei "Promis unter Palmen".  © Montage: Screenshot/Instagram/nicolette.vlogt

Die 33-jährige Influencerin aus Koblenz zeigte sich dabei zunächst erfreut darüber, dass der Sender SAT.1 die homosexuellenfeindlichen Äußerungen des früheren Bordellbesitzers ausgestrahlt hatte, auch wenn der Sender die entsprechende Folge inzwischen gelöscht hat.

Mademoiselle Nicolette erklärte auch, weshalb sie die Ausstrahlung der Szenen gut findet: "Einfach nur mal, um zu veranschaulichen, was noch in den Köpfen von vielen Leuten ist."

Zwar könne man den Menschen Tausendmal sagen, "dass solche Äußerungen respektlos, despektierlich, anstandslos und demütigend sind", das eigentliche Problem sei aber, dass die Homophobie eine Tatsache in den Köpfen sei.

Die 33-Jährige wird damit auch in ihrem eigenen Umfeld konfrontiert: "Ich kenne Menschen, in meinem privaten Umfeld, die finden Schwule und Lesben scheiße."

Ebenso erfährt die Transgender-Frau Mademoiselle Nicolette selbst Ablehnung, was in diesem Fall nicht Homophobie, sondern Transphobie ist: "Ich kenne Menschen, die finden mich eklig, die finden mich scheiße."

Mademoiselle Nicolette: "Es gibt Menschen, die haben Angst vor Dingen, die man ihnen eingeprügelt hat, sie müssten davor Angst haben"

Zugleich hat die Koblenzerin aber auch die Hoffnung, dass derartige menschenfeindliche Ansichten mit der Zeit weniger werden.

"Ich möchte glauben, auch wenn es noch sehr lange dauern wird, kommen wir irgendwann an einen Punkt, wo die Menschen, die nicht nur nicht weitsichtig sind, sondern auch ungebildet und dumm, dass die irgendwann in der Minderheit sein werden", sagte Mademoiselle Nicolette in ihren Instagram-Storys vom Dienstagabend.

Zum Abschluss wandte sie sich ausdrücklich an alle Menschen, die sich von homophoben und transphoben Anfeindungen verletzt fühlen.

Die Influencerin gab zu bedenken, dass der Hass, den einige Menschen gegen homosexuelle oder transidente Personen verspüren, das Resultat von Angst sei, "und zwar Angst vor allem was anders ist, was neu ist, vor allem, was ihre Sehgewohnheiten ändert".

Diese Angst hat laut Mademoiselle Nicolette auch eine gesellschaftliche Dimension: "Es gibt Menschen, die haben Angst vor Dingen, die man ihnen eingeprügelt hat, sie müssten davor Angst haben."

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/nicolette.vlogt

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