Influencer Malte Zierden auf Mega-Summe verklagt: "Alles unnormal gruselig geworden"

Hamburg - Schock für Malte Zierden (33)! Der Influencer wurde auf 100.000 Euro Schadensersatz verklagt. Jetzt hat das Hamburger Landgericht eine Entscheidung gefällt.

Malte Zierden wurde zu der Zahlung von 100.000 Euro aufgefordert.  © Bildmontage: Instagram/maltezierden (2)

Im Dezember 2025 veröffentlichte Malte Zierden ein Video über den Weltweihnachtscircus in Stuttgart. Konkret ging es um die Tricks eines Magiers, der - und da hört der Spaß bei dem gebürtigen Ostfriesen bekanntlich auf - Tauben für seine Show benutzte.

Gemeinsam mit der Organisation Team Tierschutz gGmbH prangerte der 33-Jährige das Ganze als Tierquälerei an. Die Community sprang auf und bescherte dem Circus einen gewaltigen Shitstorm. Die Konsequenz: Die Nummer wurde gestrichen.

Doch das Echo ließ nicht lange auf sich warten. "Kurz darauf kam dann eine Abmahnung. Zahle 100.000 Euro, lösche das Video, unterschreibe die Unterlassungserklärung und entschuldige dich öffentlich", so Zierden in einem am Montag veröffentlichten Instagram-Reel.

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Also landete der Fall vor dem Landgericht Hamburg. Das sei die erste Klage, die er als Tierschützer bekommen habe.

"Ich hatte so verdammt Angst davor. Das ist alles unnormal gruselig geworden. Nach unserem Video ging es nämlich kaum noch um die armen Tauben. Stuttgarter Medien und Behörden behaupteten einfach, unser Video sei manipuliert", so Zierden.

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Malte Zierden wegen Video vor Gericht

Malte Zierden fährt Sieg vor Gericht ein

Gemeinsam mit der Organisation Team Tierschutz gGmbH kritisierte Malte Zierden (33) Zaubertricks mit Tauben beim Weltweihnachtscircus in Stuttgart.  © Team Tierschutz gGmbH

Doch die Geschichte nahm auch in diesem Fall ein gutes Ende für den Tierschützer.

"Ich sag' mal so, die Tauben haben gewonnen. Das Gericht hat so gut wie alles zurückgewiesen", erzählt der 33-Jährige. "Ihr wisst nicht, wie erleichtert ich gerade bin."

Lediglich einen Punkt des Videos habe das Gericht moniert. "Eine kleine Detailaussage unseres Videos war juristisch angreifbar. Wir wussten es damals nicht besser. Das Band, mit dem die Tauben ruckartig herausgezogen wurden, war nicht am Bein, sondern am Brustgeschirr", erläutert der Tierschützer.

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Doch damit kann er leben. "Wir haben gezeigt, dass wir das nicht richtig finden. Und das hat funktioniert. Wir verändern die richtige, echte Welt da draußen. Und dabei gibt das Gesetz den Tieren jetzt endlich Ruhe", lautet Zierdens zufriedenes Fazit.

Auf den Magier kommen nun noch die Kosten des Verfahrens zu.

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