Wolfs-Drama in Hamburg: Malte Zierden spricht von "purer Angst"

Hamburg - Der junge Wolf, der eine Frau in Hamburg verletzt hat, macht auch vor Malte Zierden (33) nicht Halt – zumindest in seinem Statement auf Instagram. Als Tierschützer lässt es sich der 33-Jährige nicht nehmen, an die Bevölkerung zu appellieren und spricht sich aktiv gegen die Tötung und für die Freilassung des Tiers aus.

Tierschützer Malte Zierden (33) gibt ein Statement zum Wolf ab, der in Hamburg eine Frau angegriffen hat.  © Screenshot Instagra,/maltezierden

"Das war kein Angriff aus Bosheit. Das war pure Angst!", stellt der Influencer direkt zu Beginn seines Videos in Bezug auf die Wolfsattacke klar. "Das ist nicht der große, böse Wolf. Das ist ein maximal überforderter Wolf-Teenager." Zwar zeigt Zierden auch Mitgefühl für die verletzte Frau.

"Aber hier hat der Wolf meinen Rücken. Das ist kein Monster, sondern ein überfordertes Wildtier", erklärt er. Das Problem nach Auffassung des Influencers: Menschen nehmen den Wölfen ihren Lebensraum weg und wundern sich dann, dass die Tiere plötzlich vor deren Tür stehen.

Aktuell befindet sich der Wolf vorübergehend in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg. Derzeit werde diskutiert, wie es mit dem Vierbeiner weitergehen soll. "Es ist schon gefordert worden, das Tier jetzt zu töten", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums in Hannover am Mittwoch.

Malte Zierden Schonungsloser Reminder von Malte Zierden: "Kein Mensch zwingt uns dazu"

Eine Tötung eines gefangen genommenen Tieres wäre allerdings ein Sonderfall. "Das wäre trotzdem womöglich eine Option, aber ich kann da nichts vorwegnehmen", so der Sprecher weiter.

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Malte Zierden: "Der Wolf ist unschuldig"

Derzeit befindet sich der Wolf in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen.  © Umweltbehörde Hamburg/dpa

Der Influencer zeigt sich fassungslos. "Soll die Lösung wirklich immer dieselbe bleiben? Wir haben ein Problem, also töten", so Zierden mit einer Anspielung auf den Wels, der im Sommer 2025 Badegäste angegriffen hatte und daraufhin getötet wurde.

Neben der möglichen Wolfs-Tötung, die im Raum steht, werde auch darüber diskutiert, ob das Tier wieder freigelassen werden soll oder weiterhin in einem Wildtiergehege bleibt. "Ich bitte euch. Vielleicht sollten wir ihn einfach da hinbringen, wo er hingehört", appelliert der Tierschützer.

Noch am Mittwoch teilten die Behörden mit, dass eine Entscheidung über die Zukunft des Wolfs zeitnah erfolgen soll. "Ich sage es, wie es ist: Der Wolf ist unschuldig. Er ist nicht das Problem. Er hat uns nur daran erinnert, dass wir es sind", lautet das Fazit von Zierden.

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