Los Angeles (Kalifornien, USA) - Hollywood-Star Charlize Theron (50) spricht offen über den Moment, der sie wohl für immer geprägt hat: die Nacht, in der ihre Mutter Gerda (72) ihren gewalttätigen Vater Charles aus Notwehr erschossen hat! In einem neuen Interview teilt sie Details über das Familiendrama.
"Ich denke, über diese Dinge sollte gesprochen werden, weil es anderen Menschen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein", erklärte die Schauspielerin kürzlich gegenüber The New York Times. Von den grausamen Ereignissen im Familienheim nahe Benoni (Südafrika) ließe sie sich aber inzwischen nicht mehr "verfolgen".
An einem Abend im Jahr 1991 sei sie (damals 15 Jahre alt) mit ihrer Mutter Gerda Jacoba Aletta Maritz in einem Kino gewesen. Auf dem Rückweg hätten die beiden bei ihrem Onkel angehalten, wo dieser sowie Charles bereits betrunken gewesen sein sollen. Da die damalige Teenagerin dringend auf die Toilette musste, sei sie ohne Begrüßung hineingestürmt - was ihr Vater als große Respektlosigkeit empfunden habe.
Zurück zu Hause habe Charlize Theron bereits geahnt, dass sie Ärger kriegt. Ihre Mutter habe sie gebeten, ihren Vater zu erzählen, dass sie bereits schlafen würde. "Ich wusste einfach, dass etwas Schlimmes passieren würde", so Theron.
Als Charles mit seinem Bruder im Schlepptau zurückkehrte, habe er sich mit Schüssen auf die Haustür Zutritt verschaffen wollen. Ihre Mutter sei daraufhin zum Tresor gerannt, habe eine Waffe geholt und zu Charlize ins Schlafzimmer gestürmt. "Wir beide hielten die Tür mit unseren Körpern fest, weil sie nicht abgeschlossen war", erklärte sie. Dann fing Charles an, durch die Tür zu schießen!
Mutter Gerda rettete Charlize Theron das Leben
Es sei "unglaublich", dass keiner der Schüsse traf, so Theron gegenüber The New York Times. Charles habe klargemacht, dass er diese Nacht töten wollte. Er sei daraufhin zum Safe gegangen und habe eine Schrotflinte holen wollen.
Gerda habe die Tür aufgerissen, sei in den Flur gestürmt und habe das Feuer eröffnet. Ihren Schwager traf sie an der Hand, Charles erschoss sie vor dem Tresor. Damit hatte Gerda der damals 15-Jährigen wohl auch das Leben gerettet.
Angeklagt wurde sie nicht, ihre Schüsse wurden später als Notwehr eingestuft.
Jahrelang habe der alkoholkranke Vater sie und Mutter Gerda bereits verbal misshandelt. "In Südafrika und überall auf der Welt ist geschlechterspezifische Gewalt allgegenwärtig", erklärte sie 2023 dem Magazin Town & Country.