Nach Eklat bei Reality-Show: Kandidatin verwandelt Hass-Kommentar in "Kompliment"

Darmstadt - "Gay bä" – mit diesen Worten wurde Influencerin Jessica Zemer (25) auf Instagram angefeindet, mutmaßlich in Reaktion auf den Eklat um ihr Zwangsouting als Frau mit Trans-Hintergrund bei der Show "Die Realitystar Academy". Doch die 25-Jährige fand eine elegante Reaktion auf die Beleidigung.

Influencerin Jessica Zemer (25) war bereits Kandidatin bei "Miss Germany" (2022), aktuell tritt sie bei der Show "Die Realitystar Academy" auf.  © Screenshot/Instgaram/jessicazemer

"Hallo, ich wäre voll gerne 'gay', das ist ja voll das Kompliment", sagte die Darmstädterin in einem Reel vom Dienstagabend, in dem sie den Hass-Kommentar öffentlich machte.

Natürlich wisse sie, "dass dieser Kommentar abwertend gemeint war", setzte Jessica hinzu. Nach dem Vorfall bei der Reality-Show sei ihr erneut aufgefallen, dass die Feindschaft gegenüber homosexuellen Menschen und Personen mit Trans-Hintergrund immer noch ein aktuelles Thema sei.

Denn sie habe nach ihrem Zwangsouting durch die Kandidatin Jamie-Lee Lola (22) "sehr, sehr böse, sehr abwertende Kommentare" bekommen, setzt die Darmstädterin hinzu und betont, dass derartige Anfeindungen wegen ihrer Geschlechtsidentität im Jahr 2026 eigentlich nicht mehr vorkommen sollten.

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Sie setze sich schon seit längerer Zeit dafür ein, "dass einfach schwul, lesbisch, trans, bi – alles, was irgendwie dazwischen ist, dass das was ganz Normales ist", erklärt die Influencerin.

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Jessica Zemer macht Angebot an Hater: "Immer offen, in den Dialog zu gehen"

Am Dienstagabend wandte sich die 25-Jährige mit einem Instagram-Reel an ihre Fans, um auf Hass-Kommentare zu reagieren, die sie zuvor erreicht hatten.  © Screenshot/Instgaram/jessicazemer

Niemals sollte ein Mensch wegen seiner sexuellen Orientierung oder seiner Geschlechtsidentität beleidigt oder diskriminiert werden, fordert Zemer.

Sie wisse, dass Begriffe wie "schwul" oder "Transe" weiterhin auf Schulhöfen oder auch auf Social Media als Beleidigungen benutzt würden.

Aber Jessica wünscht sich eine Welt, "in der das alles überhaupt gar keine Rolle mehr spielt".

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Zugleich formuliert die 25-Jährige ein Angebot an ihre Hater, denn sie wolle diese nicht im Gestus moralischer Empörung belehren.

"Ich bin immer so dem Menschen zugewandt, weil ich auch an das Gute im Menschen glaube", sagt die Influencerin und ergänzt: "Wenn man respektvoll ist und wirklich interessiert ist, bin ich auch immer offen, in den Dialog zu gehen."

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