OnlyFans-Model packt aus: Massiver Druck aus "Kinderzimmer-Agenturen"

Hamburg - Erotik-Star Anike Ekina (41) verdient ihr Geld unter anderem durch Bezahl-Content auf Plattformen wie OnlyFans und ließ sich von einer Agentur beraten. Jetzt schlägt sie Alarm.

Anike Ekina (41) fühlte sich von ihrer Agentur unter Druck gesetzt.  © Bildmontage: Instagram/anike.official

Es sei Alltag für sie und andere Creators, ständig von Agenturen angeschrieben zu werden, egal ob über Instagram, Telegram oder E-Mail.

Auf diesem Wege landete auch Ekina, die mit bürgerlichem Namen Nicole Schönberg heißt, im Netz einer solchen.

"Ab dem Moment, in dem man drin ist, wird enormer Druck aufgebaut", so die 41-Jährige. Die Ansagen der Agenten: "Du musst fummeln, hol' dir Leute von Instagram rüber, wenn dein Kanal nicht performt, mach fünf neue Instagram-Accounts".

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Wer nicht spurt, dem werde die Schuld für Umsatzeinbußen angehängt. "Die Verantwortung wird komplett auf dich abgewälzt. Du sollst immer neue Kunden liefern, egal wie", klagt die Hamburgerin im Gespräch mit der Plattform BestFans.

Besonders das Verschenken von etlichen Abos habe sie geärgert, denn dahinter stecke eine Masche. Neukunden würden so in das Nachrichtensystem gelotst und dort unter Druck gesetzt, Inhalte zu kaufen. "Fans dachten, sie schreiben mit mir persönlich. In Wahrheit schrieben fremde Menschen in meinem Namen", so Ekina.

"Viele dieser Agenturen sind extrem jung. Teilweise sitzen da Leute Anfang 20, die aus dem Kinderzimmer heraus Accounts steuern. Man nennt sie inzwischen nicht ohne Grund 'Kinderzimmer-Agenturen'", schimpft die leidenschaftliche Saxophonistin.

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Anike Ekina: "Es hat sich für mich angefühlt wie digitale Zuhälterei"

Anike Ekina (41) will ihren eigenen, ehrlichen Weg gehen.  © Instagram/anike.official

Das Model habe mehrfach Hinweise in ihre Bio geschrieben, dass die Nachrichten nicht ausschließlich von ihr geschrieben würden. Doch die seien immer wieder gelöscht worden.

"Spätestens da war für mich klar: Hier geht es nicht um Unterstützung, sondern um Kontrolle. Es hat sich für mich angefühlt wie digitale Zuhälterei. Andere steuern deinen Namen, deine Stimme, deine Beziehung zu Menschen und du sollst liefern", erzählt die Musikerin.

Ekina beendete die Zusammenarbeit und betrachte sie rückblickend als "der größte Fehler" ihres Lebens.

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Nicht alle Agenturen würden so arbeiten, schränkt sie ein.

Dennoch gehe sie jetzt ihren eigenen Weg. Und der sei "ehrlich, langsam, aber sauber".

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