Reise-Influencer in Nepal sexuell belästigt: "Wünsche ich keinem Menschen"

Oldenburg/Nepal - Ernste Worte von Patrick Keller (37): Der Reise-Influencer, der seit rund zwei Jahren zu Fuß die Welt umrundet, ist in Nepal sexuell belästigt worden. Auf Instagram berichtete der Oldenburger von dem schlimmen Erlebnis.

Reise-Influencer Patrick Keller (37) hat auf Instagram über ein schlimmes Erlebnis in Nepal gesprochen.  © Fotomontage: thegreatzigzag

Er habe von einem Ort zum anderen reisen müssen und sich deshalb entschieden, zu trampen - glücklicherweise habe sich auch schnell ein ihm bis dato unbekannter Rollerfahrer dazu bereiterklärt, ihn mitzunehmen, erzählte der Niedersachse.

"Da habe ich mich prinzipiell erst mal mega gefreut, weil ich gar nichts dafür tun musste", führte Keller aus. Allerdings verlief die anschließende Fahrt überhaupt nicht so, wie es sich der 37-Jährige vorgestellt hatte.

Schon als er ganz zu Beginn ein Selfie von sich und dem Rollerfahrer gemacht habe, habe dieser ihm "durchs Gesicht gefummelt". Keller: "Ich habe mir allerdings gedacht: 'Was soll's, gratis Mitfahrgelegenheit, du musst ja von A nach B kommen, das hältst du schon irgendwie aus.'"

Promis & Stars Nach drei Wochen künstlicher Beatmung: "Der Pate"-Schauspieler Anthony Guidera ist tot

Während der Fahrt habe der Mann dann aber seinen Hintern immer weiter nach hinten zwischen die Beine des Influencers gequetscht. "Das habe ich dann auch noch ignoriert, auch wieder völlig falsch", ärgerte sich der Oldenburger.

Anzeige

Reiseblogger Patrick Keller berichtet von schlimmem Erlebnis in Nepal

Rollerfahrer wollte Patrick Keller immer wieder in den Schritt greifen

Der Oldenburger wurde beim Trampen von einem Rollerfahrer mehrfach sexuell belästigt.  © Patrick Keller

Kurz vor dem Erreichen des Ziels sei es jedoch eskaliert, als der Mann mehrfach versucht habe, ihm in den Schritt zu greifen! "Das habe ich dann mit ausreichend Gewalt unterbunden. Wir sind Gott sei Dank nicht vom Roller geflogen, er hat dann angehalten und ich habe ihn angeschrien", verdeutlichte Keller.

Der Mann sei dann, ohne irgendetwas zu sagen, einfach davongefahren, ergänzte der 37-Jährige. Er selbst habe sich daraufhin in einen Bus gesetzt, weil die Lust, weiter per Anhalter zu reisen, bei ihm entsprechend verflogen sei.

"So eine Erfahrung, wie ich sie heute gesammelt habe, die wünsche ich keinem Menschen auf der Welt. Ich hatte jetzt das große Glück, dass ich mich in dieser Situation zur Wehr setzen kann, dazu sind aber bei weitem nicht alle Menschen in unserer Gesellschaft in der Lage", unterstrich er.

Promis & Stars "Meine Haut wurde gelb": Rapper enthüllt, wie krank ihn sein Blackout-Tattoo macht

Es sei kein Geheimnis, dass vor allem Frauen Opfer von sexueller Belästigung oder weitaus schlimmeren Sexualdelikten würden. "Das darf einfach nicht sein, das kann einfach nicht sein!", schimpfte Keller. Er hoffe, dass niemandem so etwas widerfahre, betonte er abschließend.

Mehr zum Thema Promis & Stars: