Boykott-Welle vor Eurovision Song Contest: Das sagt Sarah Engels

Köln - Sarah Engels möchte beim nächsten Eurovision Song Contest (ESC) unbedingt für Deutschland antreten. Die Teilnahme Israels sorgt für Zündstoff. Das sagt die 33-Jährige zu der Debatte.

Sarah Engels tritt am 28. Februar beim ESC-Vorentscheid in Berlin an. Ob ihr neuer Song "Fire" überzeugen kann?
Sarah Engels tritt am 28. Februar beim ESC-Vorentscheid in Berlin an. Ob ihr neuer Song "Fire" überzeugen kann?  © Felix Hörhager/dpa

Wegen des Vorgehens des Landes im Gazastreifen boykottieren in diesem Jahr gleich fünf Nationen den europäischen Musik-Wettbewerb. Dazu gehören neben Irland und Spanien auch die Niederlande, Slowenien und Island.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "spot on news" bezog Engels jetzt Stellung zu der politischen Diskussion rund um das Event, welches am 16. Mai in Wien (Österreich) stattfindet. Ihre Worte wählte sie dabei aber mit viel Bedacht.

"Der ESC sollte keinen zu großen politischen Fokus haben, sondern die Musik in den Fokus stellen. Es ist eine Musikveranstaltung, wo Künstler hinkommen, die ihre Geschichte teilen und diese mit ihrer Musik erzählen", betonte die Kölnerin mit italienischen Wurzeln.

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Sarah Engels "0 Punkte für Germany": Sarah Engels reagiert auf Spott zu ihrer "ESC"-Teilnahme

Vielmehr biete der Wettbewerb einen Moment der positiven Ablenkung. Dazu merkte Sarah vielsagend an: "Es gibt sowieso schon so viel Negatives auf der Welt. Mit Musik kann all das für einen kurzen Moment beiseitegeschoben werden."

ESC für Sarah Engels nicht politisch: "Musik soll im Vordergrund stehen"

Für die Zweifach-Mama mit italienischen Wurzeln würde mit der ESC-Teilnahme ein großer Traum in Erfüllung gehen.
Für die Zweifach-Mama mit italienischen Wurzeln würde mit der ESC-Teilnahme ein großer Traum in Erfüllung gehen.  © Henning Kaiser/dpa

Tatsächlich begleitet der ESC die Ex-Frau von "DSDS"-Gewinner Pietro Lombardi (33) schon sein ihrer Kindheit. Wie Sarah verrät, habe sie das Spektakel immer mit ihrer Familie vor dem heimischen Fernseher verfolgt und dabei viel diskutiert.

"Musik ist ein verbindendes Element und die Musik soll an diesem Abend im Vordergrund stehen", hält die Kölnerin in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich fest. Ob Sarah wirklich für Deutschland ins Rennen geht, entscheidet sich erst am 28. Februar.

Beim deutschen Vorentscheid in Berlin geht sie mit ihrem Song "Fire" an den Start. Das Lied entstand erst vor wenigen Monaten, doch schon früh war klar, dass es sich um einen potenziellen ESC-Song handelt. "Das war direkt unsere Intention", gesteht Engels im Interview.

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Der Song thematisiert die Befreiung aus einer toxischen Situation und soll Frauen dazu ermutigen, ihre innere Stärke wiederzufinden. Die ehemalige "The Masked Singer"-Siegerin glaubt, "dass gerade wir Frauen das Gefühl kennen, sich selbst zu verlieren".

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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