Kurz vor ESC-Finale: Das sagt Sarah Engels über schlechte Quoten und heftige Kritik
Köln - Mehr als zwei Monate ist klar, dass Sarah Engels (33) für Deutschland zum "Eurovision Song Contest" nach Wien fahren wird. Jetzt hat sich die Sängerin erstmals ausführlich zur Kritik und einem möglichen Punkte-Debakel geäußert.
Dass die Ex-Frau von Pietro Lombardi (33) überhaupt nach Wien fahren darf, fühlt sich ihren emotionalen Schilderungen zufolge noch immer nicht real an.
Das hat die Zweifach-Mama im Talk mit der Abendzeitung München verraten. "Ich glaube, so richtig realisiert habe ich es noch gar nicht, weil seit dem Vorentscheid so viel passiert ist und alles so schnell geht."
Ruhig und ohne Kritik hat sie sich bislang aber nicht auf ihr Karriere-Highlight vorbereiten können - im Gegenteil.
Erst vor einer Woche hatte sich ESC-Ikone Guildo Horn (63) öffentlich gemeldet und gesagt, dass ihm die 33-Jährige für die diesjährige Songauswahl "leid tun" könne.
Sich davon hemmen lassen will sich Sarah Engels aber nicht. "Ich nehme schon wahr, dass es in Deutschland oft eine sehr kritische Haltung gegenüber den eigenen Beiträgen gibt. (...) Am Ende versuche ich, mich auf das Positive zu konzentrieren und einfach meinen Weg zu gehen."
Sarah Engels denkt über schlechte Prognose nach
Dass der deutsche Weg beim ESC auch punktlos enden kann, hatten in der Vergangenheit schon andere Acts schmerzhaft erfahren müssen.
Aber auch das will die 33-Jährige so gut es geht an sich abprallen lassen - auch, wenn sie hier und da die Gedanken kreisen lässt. "Natürlich macht man sich Gedanken – das gehört einfach dazu, vor allem bei so einer großen Bühne wie dem Eurovision Song Contest."
Zwei Wochen vor dem ESC-Finale sehen Europas Buchmacher ihren Song "Fire" auf dem 23. Platz - von 35 Teilnehmenden. "Ich bekomme das natürlich am Rande mit, aber ich verfolge es nicht aktiv", erklärt sie selbstbewusst.
Stattdessen hofft sie auf ein mittelgroßes ESC-Wunder für Deutschland. "Ich versuche ganz bewusst, das nicht als Angst zu sehen oder mich davon leiten zu lassen. Für mich steht im Vordergrund, eine starke, ehrliche Performance abzuliefern und wirklich alles auf der Bühne zu lassen."
Die spektakuläre Liveshow wird am 16. Mai ab 21 Uhr in der ARD übertragen.
Titelfoto: Carsten Koall/dpa

