Sarah Engels räumt Fehler nach Feminismus-Debatte ein: "Wurde falsch geprägt und zu wenig aufgeklärt"

Köln - Vorhang auf für den nächsten Akt in der Feminismus-Debatte um Sarah Engels (33): Die deutsche ESC-Teilnehmerin hat einen Talk von Moderation Lola Weippert (30) und Schlagersängerin Vanessa Mai (34) zum Anlass genommen, sich erneut zu den Vorwürfen gegen sie zu Wort zu melden - und eine Erkenntnis mit ihren Fans zu teilen.

Beim ESC-Finale in Wien erreichte Sarah Engels (33) mit ihrem Song "Fire" lediglich den 23. von 25 Plätzen.  © Jens Büttner/dpa

In ihrem Podcast "Schön laut" haben Weippert und Mai zuletzt auch über das wichtige Thema Feminismus gesprochen und klargestellt: "Eine Feministin hasst nicht zwingend Männer." Feminismus bedeute lediglich, dass man sich die Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann wünschen würde.

Damit treffen sie einen Nerv bei Engels. Schließlich musste sich die 33-Jährige in den vergangenen Tagen im Netz mit einem regelrechten Shitstorm auseinandersetzen, nachdem sie im ESC-Podcast "Merci, Chérie" verneinte, eine Feministin zu sein, "weil ich einen ganz, ganz tollen Mann habe und ich mag auch Männer." Etliche User warfen ihr daraufhin vor, Feminismus mit Männerhass gleichzusetzen.

Mit Blick auf den Podcast gibt die Sängerin nun aber offen zu, sich geirrt zu haben. "Ich wurde bei dem Wort Feminismus einfach total falsch geprägt und offensichtlich zu wenig aufgeklärt. Obwohl ich eigentlich seit Jahren genau diese Werte lebe", schreibt Engels bei Instagram.

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Das Gespräch zwischen Weippert und Mai habe ihr geholfen, besser zu verstehen, warum ihre Aussagen zuvor auf so viel Kritik gestoßen waren. Zumal sie inzwischen erkannt habe, "dass ich offensichtlich eine Feministin bin."

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In ihrer Instagram-Story hat sich Engels erneut zu der Feminismus-Debatte um ihre Person geäußert und eingeräumt, nicht genug aufgeklärt gewesen zu sein.  © Bildmontage: Jens Büttner/dpa, Instagram/sarellax3 (Screenshot)

Sarah Engels kritisiert zu viel Online-Hass

Die Kritik-Welle, die zuletzt auf sie eingeprasselt war, scheint allerdings nicht ganz spurlos an der 33-Jährigen vorbeigegangen zu sein. So kritisiert Engels etwa, "dass es niemandem hilft, Menschen dafür sofort als dumm oder sonst was darzustellen, nur weil sie vielleicht bisher einen falschen Blick darauf hatten oder es nicht richtig verstanden haben."

Genau dieses Framing führe schließlich dazu, dass sich manche Frauen überhaupt nicht mehr trauen würden, über das eigentlich wichtige Thema zu sprechen oder dazuzulernen, sodass man nur das Gegenteil erreichen würde. "Viel wichtiger ist doch, dass wir Frauen uns gegenseitig aufklären, zuhören und zusammenhalten", resümiert die Sängerin.

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