Köln - Für einen Beitrag über Gil Ofarim (43) im Rahmen seiner "Stefan-Raab-Show" hat Stefan Raab (59) ordentlich Prügel bezogen. Jetzt hat sich RTL zu den Vorwürfen geäußert und Konsequenzen gezogen!
"Wir nehmen die Kritik an dem Einspieler über Gil Ofarim in der 'Stefan Raab Show'-Spezialausgabe vom 27. Januar sehr ernst und ordnen ihn klar ein", erklärt der Sender gegenüber dem "EXPRESS".
Der Beitrag setze sich mit der Person Gil Ofarim und seinem öffentlichen Auftreten im Kontext der bekannten Betrugsvorwürfe auseinander. Insbesondere mit der von ihm selbst erhobenen und später widerlegten Behauptung eines antisemitischen Vorfalls.
"Anlass für die humoristisch überspitzte Befassung mit seiner Person war ausschließlich dieses Verhalten und die mediale Inszenierung der eigenen Person", so der Sender weiter.
Hintergrund: In dem Beitrag heißt es, dass der Sänger mit jüdischem Glauben sein musikalisches Talent von seinem Vater Abi geerbt habe, der jedoch gar kein Abi gehabt habe.
"Das bringt uns zum Betrüger-Gen von Gil, das er seinem Onkel Samuel zu verdanken hat", so der Sender in dem Beitrag weiter.
Autorin Susanne Siegert vergleicht RTL mit der Hitlerjugend
Und genau damit bringt RTL zahlreiche Personen gegen sich auf. "Leute, hat sich da die Redaktion wirklich einen Onkel von Gil Ofarim ausgedacht?", will zum Beispiel Autorin Susanne Siegert (34) auf Instagram wissen.
Weiter prangert sie an, dass sich die Redaktion dann auch noch einen sie besonders jüdisch klingenden Vornamen ausgedacht habe, um dann auch noch von einem jüdischen Betrüger-Gen zu sprechen, "als wären wir nicht bei RTL, sondern in dieser Präsentation der Hitlerjugend aus den 1930er Jahren".
"Das sind keine Witze, sondern Nazi-Propaganda und Antisemitismus", klagt die 34-Jährige RTL an.
Doch der Sender wehrt sich gegen die Kritik: "RTL weist jede Form von Antisemitismus entschieden zurück. Zugleich sehen wir ein, dass der Einspieler zu Missverständnissen führen konnte."
Daher habe man sich auch entschieden, den Beitrag offline zu nehmen und vom hauseigenen Streamingdienst zu entfernen.