"Tierärztin Dr. Mertens" trauert um Mann und Baby - und fordert mehr Tod in Familien-Sendungen

Leipzig - Als "Tierärztin Dr. Mertens" flimmert Schauspielerin Elisabeth Lanz (51) aktuell dienstags zur Primetime über die TV-Bildschirme. Dass sie dabei den Tod ihres Lebensgefährten und des ungeborenen Kindes verkraften musste, findet sie vollkommen in Ordnung. Und fordert sogar noch mehr derartige Szenen.

Dr. Susanne Mertens war zum Staffelauftakt in einem Bestattungswald zu sehen, wo sie ihrem verstorbenen Partner Christoph und dem toten ungeborenen Baby gedachte.
Dr. Susanne Mertens war zum Staffelauftakt in einem Bestattungswald zu sehen, wo sie ihrem verstorbenen Partner Christoph und dem toten ungeborenen Baby gedachte.  © ARD/Steffen Junghans

"Es ist wichtig, dass Themen wie Tod und Trauer auch in Familiensendungen ihren Platz finden", sagte die gebürtige Österreicherin in der aktuellen Ausgabe 5A/2023 der "Apotheken Umschau", wo das gesamte Interview zu lesen ist.

Lanz: "Meiner Meinung nach sind solche Inhalte gerade in diesen Formaten bislang zu wenig repräsentiert."

Gleich in der ersten Folge der neuen 8. Staffel, die am 11. April im Ersten lief, wurde den Zuschauern klar, dass Dr. Susanne Mertens ihren Partner Dr. Christoph Lentz (bis zur 7. Staffel gespielt von Sven Martinek, 59) und das gemeinsame ungeborene Kind verloren hat.

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Ein schwerer Schicksalsschlag für die Veterinärmedizinerin, die nicht mehr Cheftierärztin im Zoo Leipzig ist, sondern diesen Posten an Elif Sahin (Neshe Demir, 44) verloren hatte.

Elisabeth Lanz plädierte zudem dafür, mehr Raum für Individualität bei der Trauer zu erlauben. "Nicht jeder bricht zum Beispiel heulend zusammen, wenn er vom Tod eines geliebten Menschen erfährt."

Elisabeth Lanz: "Natürlich hat man Familie und Freunde. Nur sterben muss ich irgendwann ohne sie"

Ihre österreichischen Landsleute seien im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen "ein bisschen lockerer" als Deutsche, die oftmals eine "verfestigte Meinung von Dingen" hätten.

Kraft schöpft die 51-Jährige privat aus ihrem Glauben. Denn ein Leben ohne Gott ist für sie nicht vorstellbar. "Natürlich hat man Familie und Freunde. Nur sterben muss ich irgendwann ohne sie. Wenn ich mich aber an Gott binde, weiß ich, dass ich nie allein sein werde. Dieser Gedanke trägt mich durchs Leben."

"Tierärztin Dr. Mertens" seht Ihr immer dienstags um 20.15 Uhr in der ARD oder auf Abruf in der Mediathek.

Titelfoto: ARD/Steffen Junghans

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