Nach Sexismus-Vorwürfen bei DSDS: Tim Bendzko wettert gegen Dieter Bohlen

Köln - Kaum ist Dieter Bohlen (68) zurück bei "Deutschland sucht den Superstar", gibt es schon wieder Diskussionen über seine Sprüche. Für Sänger Tim Bendzko (37) war es von Anfang unverständlich, dass der Poptitan seinen alten Job in der Jury zurückbekommen hat.

Tim Bendzko (37) steht Castingshows kritisch gegenüber.
Tim Bendzko (37) steht Castingshows kritisch gegenüber.  © IMAGO/Future Image/Michael Kremer

"Es ist ja schon vor ein paar Jahren festgestellt worden, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, so mit Menschen umzugehen. Es wundert mich, dass man das noch mal zugelassen hat", sagt der "Nur noch kurz die Welt retten"-Interpret im "Wochentester"-Podcast.

Damit spielt der Musiker auf die Sexismus-Vorwürfe in einer Ende Januar ausgestrahlten Folge der Castingshow an.

Darin wollte Jill Lange (22), die schon in Datingshows wie "Ex on the Beach" und "Are You The One" zu sehen war, die Jury von ihren Gesangskünsten überzeugen. Doch der Poptitan interessierte sich vielmehr für ihre Vergangenheit.

Tim Bendzko: So hilft dem Sänger das Vatersein beim Smalltalk
Tim Bendzko Tim Bendzko: So hilft dem Sänger das Vatersein beim Smalltalk

"Hast du auch irgendwas Normales gemacht? Oder hast du nur Abi und dich dann durchnudeln lassen?", sagte der Chef-Juror zu der Kandidatin, und prompt standen Sexismus-Vorwürfe im Raum.

Während der fiese Spruch in der Vorab-Version beim Streaminganbieter RTL+ noch zu hören war, fehlte er bei der TV-Ausstrahlung. RTL erklärte später gegenüber dem Branchendienst DWDL, dass es ein Fehler gewesen sei, die Folge mit dem besagten Satz vorab zu zeigen.

Dieter Bohlen (68) ist für seine hämischen Sprüche berühmt-berüchtigt.
Dieter Bohlen (68) ist für seine hämischen Sprüche berühmt-berüchtigt.  © RTL/Stefan Gregorowius
Bohlens Kommentar über DSDS-Kandidatin Jill Lange (22) sorgte für Diskussionen.
Bohlens Kommentar über DSDS-Kandidatin Jill Lange (22) sorgte für Diskussionen.  © RTL/Stefan Gregorowius

Tim Bendzko hat Zweifel, dass eine solche Castingshow Sprungbrett für eine Musikkarriere sein könnte.

"Ein klares Nein! Ist es noch nie gewesen. Das ist schon immer eine Unterhaltungssendung gewesen. Und es ist natürlich die Frage, ob das, was dort passiert - gerade wenn es auf diese Weise passiert - noch Unterhaltung ist."

Titelfoto: Montage: RTL/Stefan Gregorowius (2), IMAGO/Future Image/Michael Kremer

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