New York (USA) - Er prägte die Geschichte des Hip-Hops maßgeblich, doch nun ist der US-Künstler Afrika Bambaataa im Alter von nur 68 Jahren gestorben.
"Mit seinem Tod gedenken wir seiner Beiträge zu diesem Genre und der breiteren Kultur, die bis heute andauern", schreibt sein früheres Plattenlabel Rommy Boy Records bei Instagram.
Bambaataa, der 1957 als Lance Taylor im New Yorker Bezirk Bronx geboren wurde, sei eine prägende Persönlichkeit in der frühen Geschichte des Labels gewesen, galt als Pionier des Hip-Hops und der elektronischen Musik.
Gestorben ist der Hip-Hop-DJ laut dem Promi-Magazin TMZ am frühen Donnerstagmorgen im US-Bundesstaat. Er wäre am 17. April 69 Jahre alt geworden. Den Angaben zufolge seien die Folgen einer schweren Krebserkrankung ursächlich für sein Ableben gewesen.
Einem breiteren Publikum wurde der Rapper mit dem Hit "Planet Rock" aus dem Jahr 1982 bekannt. Der Song begründete den Elektro-Funk mit und hatte auch Einfluss auf andere Musikrichtungen.
Während seiner Karriere arbeitete er mit vielen Künstlern zusammen, darunter UB40, die Sex Pistols, James Brown.
Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs vor zehn Jahren
Den Beginn fand Taylors Karriere allerdings mit der Organisation von Blockpartys in der Bronx, dem Ort, in dem er in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war.
Bambaataa gründete in den 70er-Jahren die Organisation "Universal Zulu Nation". Das international agierende Kollektiv aus Breakdancern, DJs, Graffitikünstlern und Rappern nutzte den Hip-Hop, um friedliche Werte zu vermitteln und sich der Gewalt durch Gangs entgegenzustellen.
Als Kopf der Bewegung trat er allerdings im Jahr 2016 zurück, nachdem Vorwürfe wegen sexueller Misshandlung gegen ihn an die Öffentlichkeit gelangt waren. Demnach soll sich Bambaataa in den 80er- und 90er-Jahren an mehreren Minderjährigen vergriffen haben, was er jedoch stets abgestritten hat.
Verurteilt wurde er nie, im vergangenen Jahr verlor er aber einen Zivilprozess wegen Missbrauchs, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.