Nach aggressivem Krebs: Uwe Herrmann muss nun bestrahlt werden

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Dresden - Vor rund einem Monat machte der "Zwischen Tüll und Tränen"-Star Uwe Herrmann seine Hautkrebs-Diagnose öffentlich. Nun gibt der 63-Jährige ein Update.

Uwe Herrmann (63) war nach den "Zwischen Tüll und Tränen"-Aufnahmen überrascht über seine Szenen aus dem Krankenhaus.
Uwe Herrmann (63) war nach den "Zwischen Tüll und Tränen"-Aufnahmen überrascht über seine Szenen aus dem Krankenhaus.  © © Screenshot VOX

Der "Brautmodenpapst" hatte eine Beule über seinem rechten Ellbogen, die Diagnose: Merkelzellkarzinom, eine aggressive Form von Hautkrebs.

Trotz einer erfolgreichen Operation in einem Krankenhaus in Dresden entdeckte man eine Metastase in einem seiner Lymphknoten. Gegenüber BUNTE.de sagte der Modedesigner, dass er bei der Diagnose annahm, cool geblieben zu sein.

"Aber in der Ausstrahlung hat man gesehen: Ich war nicht cool. Der Mann, den ich im Fernsehen dort im Krankenhaus habe liegen sehen, von dem hätte ich nicht gedacht, dass ich das bin", so Herrmann. "Man reflektiert sich selbst völlig anders. Der Selbstbetrug ist in solchen Situationen groß, um sich selbst zu schützen."

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Es folgte eine weitere Operation, bei der zwölf Lymphknoten entnommen wurden.

Anschließend hieß es aufatmen: "Der Chefarzt sagte mir: 'Sie sind jetzt faktisch krebsfrei.' Solche Fälle sieht er im Jahr vielleicht zwei-, dreimal." Weitere Metastasen konnten glücklicherweise nicht gefunden werden.

Uwe Herrmann macht sich selbst Mut

Der Modedesigner blickt positiv in die Zukunft.
Der Modedesigner blickt positiv in die Zukunft.  © Bildmontage: Instagram/uweherrmanndresden

Herrmann stünden dennoch weitere Behandlungen bevor. "Ich muss jetzt noch zur Bestrahlung. Und es wird eventuell noch eine Immuntherapie gemacht, dazu brauche ich noch eine weitere Meinung", erzählte er im Interview weiter.

Doch unterkriegen lassen möchte sich der Unternehmer davon nicht. "Angst ist die beste Triebkraft, wieder krank zu werden", so der VOX-Star. "Man muss damit rechnen, dass etwas passiert, aber man sollte sich damit nicht verrückt machen", bestärkte er seine Aussage.

Im Gespräch mit TAG24 ergänzte Herrmann: "Erstmal müssen meine Fleisch- und Hauttransplantate anwachsen, vorher ist keine Bestrahlung möglich. Ich habe mich jetzt für eine punktuelle Bestrahlung entschieden, nachdem mir zwei Ärzte zugeraten haben. Als sie mir gesagt haben, dass sie die Bestrahlung auch ihren Kindern anraten würden, hat mich das überzeugt. Der Termin im Juli steht."

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Danach will sich Herrmann Gutachten für eine Immuntherapie einholen. "Im Fall meines aggressiven Krebses gibt es damit gute Erfahrungen. Bei mir wurden nach den OP's zwar keine Metastasen mehr entdeckt, sondern nur Mikrometastasen. Doch die verstecken sich im Körper und brechen bei der erstbesten Gelegenheit aus. Deshalb werde ich mir zum Geburtstag die Immuntherapie schenken" - am 11. September wird Herrmann 64 Jahre alt.

Privat lief es für ihn vor der Diagnose unterdessen eher durchwachsen. Seine Mama starb nur vier Monate vor seiner Diagnose an Magen-Darm-Krebs.

Doch vor allem sein eigener Schicksalsschlag zeigte dem "Weißes Gewölbe"-Inhaber vor allem eines: "Ich bin heute noch schneller und noch effektiver. Ich mache jetzt noch viel mehr. Aber ich mache jetzt nur noch Sachen, die mir gefallen."

Erstmeldung von 15.42 Uhr, zuletzt aktualisiert um 16.27 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: © Screenshot VOX; Instagram/uweherrmanndresden

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